Keine Elefantenrennen mehr auf Zürcher Autobahnen

Das Bundesamt für Strassen will mit stellenweisen Überholverboten für Lastwagen für flüssigeren Verkehr auf Autobahnen sorgen. Erstmals sind auch Autobahnabschnitte im Kanton Zürich betroffen. Fuhrhalter sind von der neuen Regelung nicht begeistert.

Dichter Verkehr auf der Zürcher Nordumfahrung, einem Autobahnabschnitt der A1 bei Zuerich Seebach Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In Zukunft herrscht auf der Zürcher Nordumfahrung für Lastwagen ein Überholverbot. Keystone

Ausser dem Gubrist-Tunnel auf der A1 sind auch die Umfahrung Winterthur, fünf Tunnel auf der Westumfahrung Zürich und der Tunnel Rüteli auf der A4 bei Mettmenstetten vom neuen Überholverbot betroffen. Das Bundesamt für Strassen verspricht sich von diesen Massnahmen mehr Sicherheit und weniger Stau. «Sobald Lastwagen in Tunnel überholen, ist der Platz noch begrenzter, die Sicht noch eingeschränkter», begründet Astra-Mediensprecher Guido Billmann das neue Überholverbot.

Der Nutzfahrzeugverband Astag kann grundsätzlich mit dem Überholverbot leben. Diese müssten aber auf ein Minimum beschränkt bleiben. Das Transportunternehmen Planzer, einer der grossen Player in der Branche, sieht im Verbot hingegen ein falsches, politisches Signal: «Es ist politisch eine Ohrfeige gegenüber unserem Gewerbe», meint Firmenchef Nils Planzer gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen.» Anstatt Verbote auszusprechen, sollten vielmehr die Gelder aus der Schwerverkehrsabgabe dazu verwendet werden, um Engpässe zu beheben.

Die Überholverbote auf den fünf Zürcher Autobahnabschnitten sollen noch in diesem Jahr signalisiert werden. Ob sie eingehalten werden, kontrolliert die Kantonspolizei. Fehlbare Lastwagenchauffeure werden verzeigt.