Keine Südstarts über Mittag: Stadt Zürich zeigt sich erfreut

Noch ist nichts entschieden. Die NZZ machte aber die Stossrichtung publik, wie Bundesrätin Leuthard den Flughafen entwickeln will. Dazu gehören längere Pisten und ein Südstart geradeaus bei Nebel und Bise. Südstarts während der Mittagspitze sind aber nicht vorgesehen. Das freut die Stadt Zürich.

Startendes Flugzeug über einer Werkhalle von SR Technics Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wann und in welche Richtung die Flugzeuge in Zürich starten dürfen, ist heiss umstritten. Keystone

Die Absichten von Bundesrätin Doris Leuthard sind im Entwurf zum SIL 2 festgehalten: dem Plan, der den Rahmen für die künftige Entwicklung des Flughafens absteckt. Er sieht eine Verlängerung der Pisten 28 und 32 vor, aber keine generelle Einführung des Südstartes geradeaus. Dieser soll nur bei Nebel und Bise zulässig sein, nicht aber über Mittag, wenn die Engpässe am Flughafen am grössten sind.

Noch nicht definitiv

Die Verkehrsministerin peilt damit einen Kompromiss an, denn sowohl die Pistenverlängerungen wie auch die Südstarts sind in der Region Zürich heiss umstritten. Weil es sich beim publik gewordenen Papier erst um einen Entwurf handelt, will sich die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh dazu aber nicht äussern.

Applaus bekommt Doris Leuthard aber aus der Stadt Zürich. «Wenn Südstarts geradeaus über Mittag vom Tisch sind, dann ist das eine gute Nachricht», sagt Gesundheitsvorsteherin Claudia Nielsen gegenüber dem «Regionaljournal». Es scheine sich die Überzeugung durchzusetzen, dass es dort, wo am meisten Menschen leben, nicht noch mehr Lärm erträgt.