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Zürich Schaffhausen Kilchberg: Asyl-Familie musste nach Hause fliegen

Die sechsköpfige Familie aus Tschetschenien, die am Zürichsee Kirchenasyl erhielt, ist ausgeschafft. Sie ist nach Russland geflogen worden. Die Ausschaffung sei einvernehmlich erfolgt, betont die Zürcher Sicherheitsdirektion. Ein Komitee sieht dies anders.

Menschenmasse
Legende: Ein Unterstützungskomitee mit über 2000 Mitgliedern setzte sich für den Verbleib der Familie in Kilchberg ein. ZVG

Auf ihrem Flug nach Moskau wurde die Familie von mehreren Polizisten, einem Arzt sowie einer Begleitperson von der Kommission zur Verhütung von Folter begleitet. Zwangsmassnahmen wie etwa Fesseln wurden nicht angewendet.

Die Reformierte Landeskirche habe einen wichtigen Beitrag zur Rückführung geleistet, sagt Urs Grob, Sprecher der Sicherheitsdirektion. Kirchenvertreter hätten mehrmals Gespräche mit der Familie geführt. Dank diesen habe die Ausreise einvernehmlich abgewickelt werden können.

Komitee kämpft weiter

Im Mai hatte die Kirchgemeinde Kilchberg der Familie Kirchenasyl gewährt, um sie vor «einer weiteren, noch härteren Rückschaffungsaktion zu schützen». Zwei Mal hatte die Polizei bis dahin versucht, die Familie zwangsmässig auszuschaffen.

Ein Unterstützungskomitee mit über 2000 Mitgliedern will juristisch weiter gegen die Ausschaffung vorgehen. So kündigte Ronie Bürgin, Sprecher des Komitees «hier zuhause», gegenüber dem «Regionaljournal» ein weiteres Härtefallgesuch an.

Ebenso sei die Ausschaffung nicht «freiwillig» erfolgt, wie dies Kanton und Kirche betonten. «Es gab enorme Druckversuche», sagt Bürgin. Unter anderem habe ein Mitglied der Kirchenpflege Kilchberg in dieser Sache eine Vorladung von der Polizei erhalten.

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