Kirchen kritisieren ökumenisches Abendmahl

Für ein gemeinsames Abendmahl aller Christen sei es noch zu früh, sagen sowohl die katholische als auch die reformierte Kirche des Kantons Zürich. Beide verurteilen deshalb das Vorgehen der ökumenischen Tischgemeinschaft Symbolon, die in der Kirche Gfenn eine solche Abendmahl-Feier organisiert.

Ein Keramikbecher, zwei Hände, die über einer Keramikschale ein Brot brechen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Es soll die Christen mit ihrem Religionsstifter verbinden - stattdessen sorgt es für Streit: Das Abendmahl. Keystone

Die Tischgemeinschaft Symbolon ist die Initiative einiger reformierter, katholischer und orthodoxer Pfarrer und Priester im Kanton Zürich. Mit einem Manifest, das die Wiederaufnahme der theologischen Diskussion über ökumenische Eucharistie-Feiern fordert, hat sich die Tischgemeinschaft bereits an die Oberhäupter der christlichen Kirchen, insbesondere auch an den Papst, gewandt. Mit einem ökumenischen Abendmahl in der Kirche von Gfenn bei Dübendorf will sie ihr Anliegen exemplarisch in die Tat umsetzen.

Keine Freude am Vorgehen

Das Generalvikariat der katholischen Kirche Zürich verurteilt das Projekt. Der Weg zum ökumenischen Abendmahl sei noch lang, es dürfe nichts überstürzt werden. Die katholische Kirche widersetzt sich seit längerem einer gesamtchristlichen Eucharistie-Feier. Aber auch die reformierte Kirche, die das ökumenische Abendmahl prinzipiell begrüsst, ist mit dem Vorgehen der Tischgemeinschaft nicht einverstanden: Eine Protestaktion dieser Art sei nicht förderlich für die Diskussion zwischen den Konfessionen.

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