Kirchenreform: Reformierte auf gutem Weg

Die reformierte Kirche des Kantons Zürich ist im Umbruch. Sie verliert Mitglieder, hat immer weniger Geld - und sieht darum Handlungsbedarf. Vor drei Jahren lancierte die Kirche ihr Projekt für eine Strukturreform. Dieses geht nun in die nächste Phase.

Ein Kirchturm, daneben ein eingerüsteter Kirchturm. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die reformierte Kirche im Umbau - mit ihrer Reform will sie gerüstet sein für die Zukunft. Keystone

Wie ist der Mitgliederschwund zu stoppen? Und wie lässt sich Geld sparen? Diese Fragen diskutiert die reformierte Kirche des Kantons Zürich seit drei Jahren - im Rahmen des Projekts «KirchGemeindePlus». Zum einen will sich die Kirche neu ausrichten, eine Kirche für alle werden. Zum anderen will man sich schlankere Strukturen geben und grössere Kirchgemeinden schaffen. Aus den heute 177 Kirchgemeinden sollen ungefähr 60 werden.

Die Kirchgemeinden unterstützen

Und diese Strukturreform sei auf gutem Weg, sagt Michel Müller, Präsident des Kirchenrats: «Viele Kirchgemeinden haben bereits genaue Bilder über ihre Zukunft entwickelt. Nun aber ecken sie an, weil zum Beispiel Ressourcen fehlen.» Und hier will die reformierte Kirche ansetzen: «Wir wollen den Kirchgemeinden einen Schubs geben, um deren Ideen in eine konkrete Form zu giessen.»

Dazu gehören 500'000 Franken, welche die Kirche den Kirchgemeinden zur Verfügung stellt, um die Fusionen voranzutreiben oder Hilfsmaterial wie Mustervorlagen für Fusionsverträge. Zudem besteht nun ein fixer Zeitplan: Bis Mitte 2017 müssen die Fusionsvorschläge auf dem Tisch liegen. Betreffend Grösse der neuen Kirchgemeinden will der Kirchenrat keine Vorgaben machen. Regionale Besonderheiten seien wichtiger als eine genaue Zahl.

Als nächstes nimmt die Kirchensynode Stellung zum Fahrplan des Kirchenrats.