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Knabenschiessen 2018 Der neue Schützenkönig heisst Noah Affolter

Legende: Audio Schuss und Treffer: Die Reportage zum neuen Schützenkönig Noah Affolter abspielen. Laufzeit 04:44 Minuten.
04:44 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 10.09.2018.
  • Der neue Schützenkönig beim Zürcher Knabenschiessen kommt aus dem Zürcher Oberland und heisst Noah Affolter.
  • Der 16-Jährige setzte sich im Ausstich am Montagvormittag mit 31 Punkten gegen vier Mitstreiterinnen durch.
  • Er tritt die Nachfolge von Jakob Marten aus Auslikon an, der im letzen Jahr Schützenkönig wurde.

Er behielt im Ausstich die Nerven: Noah Affolter aus Wernetshausen bei Hinwil holt sich den Titel des Schützenkönigs am diesjährigen Knabenschiessen. Er setzte sich im Finale, für das sich neben ihm noch vier Schützinnen qualifizierten, mit 31 Punkten durch. Über das ganze Wochenende hatten gut 4000 Jugendliche am Schiesswettbewerb des Volksfestes teilgenommen.

Das Podest am Knabenschiessen 2018

Rang
Name
OrtPunkte
1.
Noah Affolter
Wernetshausen31
2.
Emilie Ammann
Zürich30
3.Sarina Baumann
Dällikon30

Als Schützenkönig erhält Noah Affolter neben einer in Gold gefassten Medaille 5000 Franken auf ein Konto. Zudem wird er zusammen mit zehn ausgelosten Teilnehmenden von der Armee zu einem Flug mit dem Helikopter «Super-Puma» eingeladen.

Ältestes Volksfest der Stadt Zürich

Am Knabenschiessen können Mädchen und Knaben im Alter von 13 bis 17 Jahren teilnehmen, die im Kanton Zürich wohnen oder in die Schule gehen. Am diesjährigen Wettbewerb nahmen auch Jugendliche aus dem Gastkanton Tessin teil.

Das Knabenschiessen gilt als ältestes Volksfest der Stadt Zürich. Seine Wurzeln reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück. Seit 1899 wird das Knabenschiessen von der Schützengesellschaft der Stadt Zürich im Albisgütli organisiert – zuvor fand es an wechselnden Standorten statt. Seit 1991 sind auch Mädchen zum Schiessen zugelassen. Seither konnten sich sechs Königinnen in die Siegerliste eintragen.

Wie steht es um den Schützennachwuchs?

Gut 4000 Schützinnen und Schützen nahmen am Knabenschiessen 2018 teil. Michael Bloch, Obmann bei der Stadtzürcher Schützengesellschaft, zeigt sich damit zufrieden. Trotzdem ortet er im Interview mit SRF einen Rückgang der Schützinnen und Schützen – vor allem in den städtischen Gebieten.

SRF: Michael Bloch, wie war das eigentlich bei Ihnen als Jugendlicher? Haben Sie auch am Knabenschiessen teilgenommen?

Michael Bloch: Ich war ein- oder zweimal am Knabenschiessen. Ich habe allerdings so schlecht geschossen, dass ich in der Folge nicht mehr mitgemacht habe. Ich habe dann im Militär wieder mit dem Schiessen begonnen.

Sie schossen also erst im Militär wieder. Daraus lässt sich schliessen, dass Sie als Jugendlicher nie in einem Schützenverein waren.

Ich war nie in einem Schützenverein. Und auch als Offizier habe ich nur an Anlässen geschossen, an denen ich teilnehmen musste. Ich kam zu den Stadtschützen, weil ich als Finanzchef Karriere in der Bankenbranche gemacht habe.

Wie steht es denn um den Nachwuchs in den Zürcher Schützenvereinen?

In der Stadt und den Agglomerationen haben wir natürlich mehr Mühe, die Jugendlichen zu motivieren, eine solche Traditionssportart zu betreiben. Die Konkurrenz an Freizeitangeboten ist hier natürlich viel grösser. In den ländlichen Gebieten ist es hingegen einfacher, die Jungen für den Jungschützenkurs zu begeistern, da dort das Angebot kleiner und traditioneller geprägt ist.

Also: In der Stadt Zürich nimmt das Interesse am Schiesssport ab - trotz eines Anlasses wie dem Knabenschiessen.

Das ist sicher so. Aber das hat auch damit zu tun, dass die Angehörigen der Armee heute ihren Dienst mit 32 Jahren beenden und das Obligatorische nicht mehr schiessen müssen. Da fällt eine grosse Anzahl von Schützen weg.

Das ganze Interview finden Sie als Audiofile im Artikel. Das Gespräch führte Roger Steinemann.

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