Kombinieren und verdichten, um mit dem Wachstum Schritt zu halten

Wegen des Bevölkerungswachstums müssen in der Stadt Zürich laufend neue Altersheime, Tramdepots und Werkhöfe gebaut werden. Um diese Entwicklung in geordnete Bahnen zu lenken, hat der Stadtrat nun eine Strategie vorgelegt.

Bauarbeiter auf einer Strasse. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Immer mehr Leute wohnen in Zürich. Deshalb muss die Infrastruktur laufend ausgebaut werden. Keystone

Kombinieren und verdichten: Das sind die Zauberwörter der neuen Infrastruktur-Strategie der Stadt Zürich. Kombinieren will der Stadtrat, indem die verschiedenen Verwaltungs-Abteilungen in Zukunft besser zusammenarbeiten sollen. «Warum nicht eine Schule mit einem Werkhof kombinieren? Oder einen Werkhof mit einem Busdepot?», nennt Hochbauvorstand André Odermatt (SP) zwei Beispiele.

Verdichten will der Stadtrat ebenfalls. «Auf den bestehenden Arealen gibt es noch Potential», sagt Odermatt auf Anfrage. Als Beispiel nennt er ein Alterszentrum mit heute 60 Plätzen, das nach einem Umbau und einer Aufstockung neu 100 Plätze zur Verfügung stellen könnte.

Vor allem bei den Schulhäusern hat sich die neue Infrastruktur-Strategie bereits bewährt. Dank ihr ist genügend Platz vorhanden, um bis zum Jahr 2025 alle benötigten Schulplätze zur Verfügung zu stellen.

Aktuelle, konkrete Beispiele der Strategie in der Stadt Zürich:

  • Die Schulanlage Freilager konnte im Abgleich mit Freiraumzielen platziert werden.
  • Die Erweiterung der VBZ-Busgarage Hardau integriert den Werkhof Bienenstrasse. Diese Kombination ermöglicht eine bessere Ausnützung des Areals. Das Grundstück des bisherigen Werkhofs wird für andere Nutzungen frei.
  • Der Kauf der privaten Liegenschaft Sonnenbergstrasse 13/19 ergänzt das städtische Werkhof-Grundstück an der Bergstrasse. So wird ein stattlicher Ersatzneubau mit zusätzlichen Wohnungen ermöglicht.