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Düstere Aussichten für «Mediterrane Nächte»
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 17.12.2019.
abspielen. Laufzeit 02:50 Minuten.
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Konflikt im Zürcher Nachtleben «Mediterrane Nächte» rücken in weite Ferne

In Zürich wird es immer heisser - nur folgerichtig, dachten sich wohl die Stadtparteien der FDP und SP, dass die lauen Nächte auch vermehrt draussen, bei Speis und Trank, verbracht werden dürfen. Bis heute darf nämlich kein Restaurant in Zürich nach Mitternacht wirten. Die beiden Parteien lancierten dazu einen Vorstoss, der im Parlament eine breite Mehrheit fand. In der Bevölkerung regte sich von Anfang an Widerstand.

Was sind «mediterrane Nächte»?

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Vorgesehen ist, dass im Juli und August 2020 die Zürcher Restaurants/Bars probehalber bis zwei Uhr morgens geöffnet sein dürfen. Der Versuch findet gestaffelt statt, je nach Stadtkreis an verschiedenen Wochenenden und nicht in lärmempfindlichen Gebieten. Die Stadt will den Versuch wissenschaftlich begleiten und auswerten. Erst danach soll über die definitive Verlängerung der Öffnungszeiten entschieden werden.

Die Anwohner haben heute schon genug

Vier Quartiervereine und 54 Einzelpersonen haben nun gegen das Projekt Einsprache erhoben und einen Forderungskatalog veröffentlicht. So verlangen sie nicht nur die Einstellung des Projekts sondern auch, dass die Nachtruhe durchgesetzt und eine Häufung von Events in der Innenstadt vermieden wird. Felix Stocker, Vorstandsmitglied des Quartiervereins Zürich 1 und Vertreter der Gruppe «Innenstadt als Wohnquartier», ist der Meinung, dass die Politik in die völlig falsche Richtung gehe und das Projekt rechtlich nicht haltbar sei:

«Es kann nicht sein, dass man noch mehr liberalisiert und kommerzialisiert». Die Bevölkerung sei jetzt schon massiv belastet und es sei an der Zeit Massnahmen zu ergreifen, um sie zu schützen.

Wie der Stadtrat das aufgleist, ist rechtlich nicht okay.
Autor: Felix StockerQuartierverein Zürich 1

Schon jetzt würde die Nachtruhe nicht eingehalten, viele Leute würden immer wieder geweckt. Die Einführung «mediterraner Nächte», so die Befürchtung, würde das Problem weiter verschärfen.

Mediterrane Nächte werden unwahrscheinlich

Gut möglich, dass die Einsprachen den «mediterranen Nächten» bereits den Todesstoss versetzen. Es werde Zeit brauchen, die umfangreichen Einsprachen zu bearbeiten, sagt Robert Soos, Sprecher des Sicherheitsdepartements der Stadt Zürich. Danach werde der Stadtrat entscheiden, ob die «mediterranen Nächte» stattfinden oder nicht. Falls das Rechtsmittelverfahren länger brauche, müssten die Nächte zumindest verschoben werden. Für 2020 würde das dann heissen: Um Mitternacht ist nach wie vor Schluss mit der Bewirtung im Gartenrestaurant.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Diethelm  (Okapi)
    Viele haben die Nase gestrichen voll von der behördlichen Spassfraktion, dem verlängerten Arm von Zürich-/Schweiz-Tourismus, dem Gastgewerbe inkl. Hotellerie. Sie lässt sich mit entspr. konfektionierten Umfragen Bev.zufriedenheit bescheinigen und missachtet dabei deren Rechte notorisch. Ab Ende Okt herrscht Lichtgirlandenoverkill, Glühwein- und Käsegestank, Ab Juni Nachtlärm und Uringestank. Müll und Gekotztes das ganze Jahr. Derweil darf auf dem Bauschänzli am Nachm. nicht mehr getanzt werden.
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  • Kommentar von Ernst U. Haensler  (ErnstU)
    Mal die genauen Wohnorte der ewigen Nörgler betreffend Nachtlärm anschauen. Es sind meist privilegierte mit mehrfachem Wohnsitz.
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Schon jetzt würde die Nachtruhe nicht eingehalten, viele Leute würden immer wieder geweckt. Die Einführung «mediterraner Nächte», so die Befürchtung, würde das Problem weiter verschärfen. Es lebe die Spassgesellschaft. Gibt es für Junge nichts anderes als die Nächte hindurch zu feiern, Krach zu machen sich zu besaufen und den Anwohner den Schlaf zu rauben? Gut, dass ich nicht dort wohnen muss.
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