Konflikte bei GC-Fans? Fangruppe organisiert keine Fanzüge mehr

Die IG GC Züri, die Dachorganisation der Fangruppen von GC, zieht die Notbremse. Wegen «diverser Vorfälle» verzichtet sie bis zur Winterpause darauf, Fanzüge zu organisieren. Die SBB bedauert diesen Entscheid - und spricht von einer «schwierigen Situation».

Seit sieben Jahren organisiert die Interessengemeinschaft GC Zürich bei Auswärtsspielen Extrazüge für die Fussballfans. Nun zieht sie aber die Notbremse. «Aufgrund von diversen Vorfällen auf den Zügen im letzten halben Jahr können und wollen wir die Verantwortung nicht mehr übernehmen», schreibt die IG GC auf der Webseite des Grasshoppers Clubs.

Genauer begründen möchte diesen Entscheid bei der IG GC niemand. Es sei zu heikel, heisst es auf Anfrage des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen».

Auskunft gibt aber die SBB. In den Zügen sei es wiederholt zu Sachbeschädigungen gekommen, sagt SBB-Sprecher Christian Ginsig. Recherchen des «Regionaljournals» haben zudem ergeben, dass einzelne GC-Fans verbal auf Fanvertreter losgegangen sein sollen. Offiziell möchte Letzteres jedoch niemand bestätigen.

SBB ist enttäuscht

Bei GC bedauert man den Entscheid der IG, GC-Mediensprecher Adrian Fetscherin erklärt aber auch: «Wir können es irgendwie auch nachvollziehen.»

Weniger Verständnis hat man bei der SBB. Es fehle nun ein Ansprechpartner, was die reisenden Fussballfans angehe, erklärt Christian Ginsig. Zudem habe man auch keine Freude an der Idee, dass die Fans nun in normalen Zügen an Auswärtsspiele reisen werden. «Für uns ist die Situation kritisch», sagt Ginsig. Die SBB will die Fanzüge deshalb nun in Eigenregie zur Verfügung stellen. Ob und wie stark die Fans das Angebot der SBB ohne die Organisation der Fangruppe nutzen, ist zur Zeit allerdings schwer vorauszusagen.