Künstlerisch und finanziell nochmals zugelegt

Das Opernhaus Zürich ist zufrieden mit der vergangenen Saison 2014/2015. Der Direktor Andreas Homoki konnte die Auslastung des Opernhauses in seiner dritten Saison nochmals steigern.

Blick auf die Bühne des Zürcher Opernhauses, wo eine Probe stattfindet. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Opernhaus Zürich vor der Aufführung «Aida» im Juni 2015, die live auf den Sechseläutenplatz übertragen wurde. Keystone

Wenn Stars auftreten wie die Sopranistinnen Anna Netrebko oder Cecila Bartoli, dann kann sich das Opernhaus Zürich über ausverkaufte Vorstellungen freuen. Aber auch wenn bei anderen Vorstellungen die Ränge nicht ganz so gut besetzt sind, konnte das Opernhaus Zürich die Auslastung des Hauses nochmals steigern.

Weniger Abonnements, dafür mehr Junge

Die Bilanz der Saison 2014/2015 ist erfreulich. Der Direktor Andreas Homoki konnte in seiner dritten Saison die Auslastung nochmlas leicht steigern auf knapp 85%, das sind 0,5% mehr als im Vorjahr. Einen neuen Trend zeichnet sich bei den Besucherinnen und Besuchern ab: Die Abonnements sind leicht rückläufig, dafür zieht das Opernhaus immer mehr junge Frauen und Männer an.

Kein Geld für opulente Bühnenbilder

Auch finanziell fällt die Bilanz gut aus. Unter dem Strich weist das Opernhaus einen Gewinn von gut 400'000 Franken aus, das sind 115'000 Franken mehr als im Vorjahr. Allerdings sieht die Zukunft nicht gerade rosig aus. Für die nächste Saison fliessen gut drei Millionen Franken weniger in der Kasse. Erstens hat der Zürcher Kantonsrat die Subventionen gekürzt, zweitens steigen die Ausgaben für die Pensionskasse. Das Opernhaus Zürich will das Geld so einsparen, dass es das Publikum nicht spürt. Die geplanten Massnahmen sind: Günstigere Bühnenbilder, weniger Festanstellungen im Chor und nicht jede freie Stelle soll gleich ersetzt werden.