Kultur: Einmal volltanken bitte!

100 Jahre lang beherbergte die Liegenschaft an der Florhofstrasse in Wädenswil eine Schmiede, danach 80 Jahre lang eine Garage mit Tankstelle. Jetzt haben zwei Vereine das Haus zur Kulturgarage umfunktioniert. Statt Öl und Benzin sind nun Theater und Ausstellungen im Angebot.

Kulturgarage in Wädenswil Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Kulturgarage hat eine bewegte Geschichte. Frisch renoviert wartet sie auf neue Aufgaben. zvg

Die Idee der Kulturgarage wurde aus der Not geboren: Beide Vereine, die historische Gesellschaft und das Volkstheater Wädenswil waren auf der Suche nach einem neuen Lokal. Die alte Garage im Zentrum war dann zwar schnell gefunden, für ihr Projekt mussten die Vereine jedoch kämpfen.

Ein Rekurs aus der Nachbarschaft verzögerte den Umbau, nach einem Jahr konnte endlich eine Einigung gefunden werden. Nun können die Vereine die Garage so nutzen, wie es ihren Bedürfnissen entspricht:

Das Volkstheater nutzt die Garage für Proben und um Kulissen zu erstellen, um Theater zu spielen, ist sie zu klein. Die historische Gesellschaft zeigt Wechsel-Ausstellungen.

Zur Eröffnung gehts in die Vergangenheit

Für die Eröffnung am 16. Januar spannen beide Vereine zusammen und entführen die Besucherinnen und Besucher 100 Jahre in die Vergangenheit: «Wädenswil 1916» heisst die szenische Ausstellung und präsentiert 13 Protagonistinnen und Protagonisten aus alten Zeiten: So lernt man einen Wädenswiler Hutmacher kennen, eine mörderische Baronin oder eine Ärztin, die sich gerne nackt zeigte.

Die Ausstellung dauert bis am 10. April, danach nimmt die Kulturgarage den Normalbetrieb auf.