Laientheater - (k)ein Club für Senioren

Der dramatische Verein Männedorf spielt dieses Jahr die Komödie «Liebi macht erfinderisch». Die beiden Hauptdarstellerinnen sind knapp über zwanzig, die Regisseurin 25 Jahre alt. Keine Seltenheit, bei Laientheatern. Doch nur wer aktiv nach Nachwuchs sucht, verhindert, zum Seniorenclub zu werden.

Zwei Frauen auf einer Bühne, darauf steht ein Sofa. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Keine Boulevardkomödie ohne Sofa: Der dramatische Verein Männedorf probt «Liebi macht erfinderisch». SRF

Lust am Spielen, Lust, sich in jemand anderen zu verwandeln. Das sind die Gründe, weshalb Lara Enzler und Alexander Schatt mitmachen beim Laientheater Männedorf. Der Älteste der Theatertruppe ist 57, die jüngste knapp über zwanzig. «Wir haben viele Junge», bestätigt Lara Enzler, welche eine der Hauptrollen spielt. «Was aber Spass macht ist die Mischung aus Alt und Jung.»

Mit aktiver Nachwuchsförderung gegen den Seniorenclub

Männedorf ist keine Ausnahme. Viele Laientheater haben junge Schauspielerinnen und Schauspieler. Das bestätigt auch Peter Keller, der Präsident des Regionalverbandes der Laientheater. Allerdings gebe es bei den meisten Theatern Wellenbewegungen. «Wenn es den Theatern gut läuft, sie viele Mitglieder haben, dann vergessen sie den Nachwuchs. Und plötzlich hats dann für ein Stück zu wenig Schauspielerinnen und Schauspieler», sagt Peter Keller.

Wer aber stets dran bleibt, dem fällt es auch leichter, Junge zu motivieren. Denn Junge ziehen Junge an, sagt Lara Enzler. «Meine Kollegen finden es cool, mich auf der Bühne zu sehen.» Und der eine oder andere beginnt dann selber mit dem Theater-Spielen.