Lehrplan 21: Amsler rechnet mit Verzögerung

Nach der Konsultation zum neuen Lehrplan 21 müsse man nochmals in aller Ruhe und sorgfältig über die Bücher gehen. Das sagt der Schaffhauser Regierungsrat Christian Amsler als oberster Bildungsdirektor der Deutschschweiz. Persönlich müsse er davon ausgehen, dass die Einführung mehr Zeit benötigt.

Schulkinder konzentrieren sich auf die Lehrerin an der Tafel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nach dem neuen Lehrplan 21 dürfte kaum schon ab 2015 unterrichtet werden. Keystone

Allgemein wird der neue Lehrplan 21 als zu umfangreich, detailiert und zu anforderungsreich kritisiert. Zwar soll die Auswertung der Rückmeldungen auf den Entwurf erst im Frühling 2014 vorliegen. Der Schaffhauser Regierungsrat und Präsident der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz Christian Amsler rechnet aufgrund der Reaktionen allerdings schon jetzt mit einer verzögerten Einführung.

Eine Einführung in einzelnen Kantonen schon 2015 sei jedenfalls kaum mehr realistisch bestätigt Amsler verschiedene Medienberichte. «Wir müssen uns jetzt einfach auch die nötige Zeit nehmen, um den Entwurf nochmals sorgfältig zu überarbeiten», sagt Amsler gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen.» Man könne nicht einfach da und dort etwas streichen. Der Lehrplan 21 müsse am Schluss auch in seiner Gesamtheit als «stimmiges Werk» vorliegen.