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Legende: Audio Skepsis zwischen KESB und Gemeinden bleibt (28.4.2016) abspielen. Laufzeit 03:05 Minuten.
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Zürich Schaffhausen Liebe wird das nie: Die KESB und die Zürcher Gemeinden

Seit drei Jahren gibt es die neue KESB, seit drei Jahren sind die Gemeinden gezwungen, die Rechnungen zu zahlen, ohne mitreden zu können. Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und KESB war deshalb anfänglich schwierig. Nun hat sie sich verbessert - doch die Skepsis ist nicht ganz verschwunden.

Kaum eine Behörde musste sich in den letzten Jahren derart viel Kritik anhören wie die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde KESB. Sie handle unverhältnismässig, nehme den Eltern die Kinder weg, bewillige teure Massnahmen. Dazu der Fall Flaach, der hohe Wellen warf.

Am Donnerstag präsentierte die KESB Zahlen, welche die Vorwürfe widerlegen sollten. Und sie zeigen: Die Zahl der Massnahmen hat nicht zugenommen. Und die neue Profi-Behörde schickt auch nicht mehr Kinder ins Heim oder zu Pflegeeltern.

Verständnisschwierigkeiten

Doch nicht nur die konkreten Fälle, auch die Zusammenarbeit der KESB mit den Gemeinden sorgte regelmässig für Aufregung. Denn mit der Professionalisierung änderten sich die Rollen. Die KESB befiehlt, die Gemeinde muss zahlen.

Trotz neuer Regeln, welche die Zusammenarbeit vereinfachen sollen, klingt Jörg Kündig noch nicht begeistert. Der FDP-Kantonsrat ist der Präsident aller Gemeindepräsidenten im Kanton Zürich. Er spricht von «Unwohlsein» der Gemeinden: «Wir haben den Eindruck, dass Massnahmen oft nach Schema X angeordnet werden und dem Individuum zu wenig Rechnung tragen.» Die Gemeinden fordern deshalb erneut, dass sie sich gegen Entscheide der KESB wehren können.

Kein Gehör für Forderungen

«Das ist der falsche Weg», glaubt Ruedi Winet, Präsident der Dachorganisation aller KESB. Auch sie verstünden nicht immer alles, was die Gemeinden entschieden. Doch die Unabhängigkeit der KESB sei wichtig. «Wie bei einem Gericht müssen wir entscheiden, ohne stets die Finanzen im Kopf zu haben.» Beide Seiten, KESB und Gemeinden, können sich aber immerhin darauf einigen, dass sie die Zusammenarbeit weiter verbessern wollen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Marlies Artho (marlies artho)
    Bei uns in der Region hat die KESB keinen guten Ruf,sei dies für Kinder oder Erwachsenenschutz.Die ON. deckte einige Fälle auf,aber die Behörde nehmen den Verantwortlichen in Schutz.Mehrere Fälle sind gravierend,wo die Betroffenen machtlos ausgeliefert sind,bei dieser KESB.SRF vielleicht wäre es gut,auch einmal das Negativbild der KESB aufzuzeigen und zu verfolgen,denn es gibt einige davon, da die ON keine ruhe lässt zum Glück und dies Verfolgt. Mehrere Betroffene meldeten sich mit Leserbriefe.
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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Was bringt eigentlich eine Institution, welche für Menschen da sein sollte, die aber von allen gehasst wird? Nichts. Und das wird auch so bleiben, Das Konstrukt KESB muss wieder aufgelöst und durch bessere, menschlichere Lösungen, die von allen als aktepiert und bezahlbar gelten, abgelöst werden. Besser jetzt als später.
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