Lohnerhöhung für BVK-Chef bringt Kantonsräte auf die Palme

SP, SVP und Grüne sind empört über die geplante Lohnerhöhung für den Chef der kantonalen Pensionskasse BVK um fast 50 Prozent auf 380'000 Franken pro Jahr. Anlässlich der Budgetdebatte sprachen die Zürcher Kantonsräte von einem Skandal. Nun soll der Regierungsrat einschreiten.

Der Stiftungsrat solle auf seinen Lohnentscheid zurückkommen, fordern SVP und SP in einer gemeinsamen Fraktionserklärung. Sie erwarten jedoch, dass der Leiter BVK von sich aus auf die Lohnerhöhung verzichtet .Der BVK-Chef verdiene ja bei einer Erhöhung um 120'000 Franken weit mehr als ein Regierungsrat. Die Grünen sprechen von einem «Lohnexzess».

Dem neu gewählten Stiftungsrat der verselbsständigten Personalvorsorge-Einrichtung des Kantons Zürich fehle jegliches Fingerspitzengefühl, finden SVP und SP. Die BVK habe doch erst kürzlich für die Teil-Ausfinanzierung ihrer Unterdeckung Steuergelder in der Höhe von zwei Milliarden Franken erhalten. Zudem hätten sich Arbeitnehmende und die angeschlossenen Gemeinden an der Sanierung beteiligen müssen. Der BVK-Entscheid sei ein Affront für die Versicherten.

Die BVK hänge ja weiterhin «am Tropf des Steuerzahlers», auch wenn sie auf 2014 «in die Selbstständigkeit oder besser Scheinselbstständigkeit» entlassen werde, heisst es in der Erklärung der Grünen.