«Man fühlt sich wie eine Schaufensterpuppe»

Rund 3000 Kinder sind am traditionellen Sechseläuten Kinderumzug mitspaziert. Ausstaffiert mit wunderbaren Hüten und Röcken durften sie durch die Zürcher Innenstadt stolzieren. Begleitet von Musik und vielen Zuschauern am Strassenrand. Die Bedingungen hätten nicht besser sein können.

Der Sechseläuten Sonntag ist für rund 3000 Kinder etwas ganz besonderes. Für einmal legen sie die Alltagskleider beiseite und schmücken sich mit alten Trachten und märchenhaften Röcken. Und am Strassenrand stehen tausende von Menschen, die ihnen zujubeln.

St. Galler an der Spitze

In diesem Jahr war eine Gruppe von rund 250 Kinder aus dem Gastkanton St. Gallen unter dessen Motto «Züri iineh» an der Spitze.

Dann folgten all die Edelfräulein und Ritter, Landsknechte, Handwerker und Händler, Bäuerinnen, Patrizierinnen und Rokoko-Dämchen.

Begleitet wurde der Umzug von mehreren Musikgruppen, fantasievoll geschmückten Wagen, Kutschen und Pferden.

Viele Gründe mit zu marschieren

Es sei schon etwas merkwürdig, erzählt ein Mädchen, das mitspaziert, sie fühle sich wie eine Schaufensterpuppe. Aber es sei auch einfach toll, diese schönen Kleider anzuziehen. Ein Junge ergänzt: «Ich mache mit, weil man Süssigkeiten werfen darf und mit der Kutsche fahren.» Und es sei toll von allen angeschaut zu werden und sich zu verkleiden.