«Man kann auch über den Tod lachen»

Mit dem Projekt «Friedhof Forum» will die Stadt Zürich einen neuen Zugang zu den Themen Sterben, Bestatten und Trauern bieten. Mit Erfolg: Die Lesungen, Diskussionen und Ausstellungen wurden in den ersten zwei Jahren gut besucht.

«Wir haben gesehen, dass es ein Bedürfnis ist, sich mit dem Tod auseinanderzusetzen», sagt Christine Süssmann, seit zwei Jahren verantwortlich für das Projekt «Friedhof Forum» in der Stadt Zürich. Ziel des Forums sei es, das Fachwissen zum Tod zugänglich zu machen und gleichzeitig Denkanstösse zu geben.

So konnte man auf dem Zürcher Friedhof Sihlfeld schon eine Grusellesung oder eine Theaterinszenierung besuchen, ausserdem gab es verschiedene Podien zum Thema Tod. «Die Veranstaltungen werden von 150 bis 300 Personen besucht», sagt Christine Süssmann, «alle Altersgruppen sind vertreten.» Vor allem Führungen, zum Beispiel durch das Krematorium, seien jeweils gut besucht.

Eine lockere Herangehensweise erleichtere den Zugang zum Thema Tod, findet Süssmann: «Dem Tod kann man sich auch auf heitere Art nähern, zum Beispiel über Witze. Man kann auch über den Tod lachen.»