«Man muss ein wenig ein Spinner sein»

Eine der speziellsten und traditionellsten Stellen des Landes ist neu zu vergeben: Das Amt des Munotwächters in der Stadt Schaffhausen. Die Wohnlage ist exklusiv, die Pflichten sind es allerdings auch. Nichtsdestotrotz sind bereits 20 Bewerbungen bei der Stadt eingegangen.

Der Munot, das Wahrzeichen von Schaffhausen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die schöne Aussicht muss sich der Munotwächter mit harter Arbeit verdienen. Keystone

Der Job des Munotwächters ist kein Zuckerschlecken: Nebst dem Läuten der Glocken stehen auch WC-Putzen, Touristenführungen und Hirsche Betreuen im Pflichtenheft. Die spektakuläre Aussicht aus der Turmwohnung will zudem verdient sein: Einen Lift gibt es nicht, dafür unzählige Treppenstufen.

«Es braucht etwas einen Spinner», meint deshalb Peter Uehlinger, Präsident des Munotvereins. Wer dieses Amt auf sich nehme, habe einen knochenharten Job vor sich.

Der Munotverein würde auch eine Frau als Wächterin begrüssen. Laut dem städtischen Personaldienst sind bereits 20 Bewerbungen eingegangen, jedoch nur von Männern. Die Frist läuft noch bis Ende Februar, bewerben dürfen sich auch Personen von ausserhalb Schaffhausens.