Mehr einheimische Fachkräfte für den Bank- und Finanzsektor

Zürich soll in der Forschung rund um das Finanzwesen einen Spitzenplatz einnehmen. Dazu sei ein internationales Hochschulzentrum für Bank- und Finanzwissenschaften unabdingbar, fand eine bürgerliche Mehrheit im Kantonsrat. Die Linken fragen indes, wie dies finanziert werden soll.

Zwei Männer laufen mit einer Aktentasche auf dem Zürcher Paradeplatz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Kanton Zürich soll in einheimische, hochqualifizierte Fachkräfte investieren. Keystone

Das Postulat wurde mit 113 zu 54 Stimmen bei einer Enthaltung überwiesen. Nur die SP und die Grünen sprachen sich dagegen aus.

Zürich habe bereits zwei Hochschulen mit Weltformat, argumentierte etwa die SP. Laufend kürze die FDP die Budgets der Hochschulen, fügte Res Marti von den Grünen an und fragte: «Sind sie tatsächlich der Meinung, dass das Budget kleiner wird, wenn sie den Hochschulen ständig neue Aufgaben zuteilen?»

Finanzierung auch mit Hilfe der Finanzbranche

Die Befürworter liessen sich davon nicht beeindrucken: Es gehe nicht darum, dass der Kanton Zürich dem Finanzplatz huldige, sagte Dieter Kläy (FDP) im Namen der Postulanten. «Wir wollen den Forschungs- und Lehrplatz Zürich stärken.» Es brauche hochqualifizierte Fachkräfte. «Diese kommen heute tendenziell aus dem Ausland», sagte Kläy. Bei der Finanzierung müsse sich auch die Finanzbranche beteiligen, betonten die Bürgerlichen.

Der Regierungsrat muss nun aufzeigen, an welchem Standort und in welcher Form er sich ein internationales Hochschulzentrum für Finanz- und Bankwissenschaften im Kanton Zürich vorstellen könnte.