Mehr Geld für den Fussball-Nachwuchs

Der Kanton Zürich verstärkt sein Engagement für die Nachwuchsförderung im Fussball. Konkret wird aus dem Sportfonds ein Projekt unterstützt, welches 11-14-jährige Fussballtalente fördert. Wer Profi werden will, muss jedoch durch eine harte Schule.

Nachwuchsfussballerinnen am Fussball CS-Cup Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Von der Unterstützung des Kantons sollen über 800 junge Fussballerinnen und Fussballer in der Region Zürich profitieren. Keystone

Fussballspielen ist beliebt bei Kindern und Jugendlichen. In der Schweiz spielen von den 11-14-Jährigen jeder dritte Knabe und jedes zwanzigste Mädchen Fussball. Weil sich Kinder in diesem Alter sehr unterschiedlich entwickeln, ist es für die Fussballvereine schwierig, das Potential einer jungen Spielerin oder eines jungen Spielers richtig einzuschätzen. Manches Talent geht dabei verloren.

Talente fördern, statt verlieren

Das vom schweizerischen Fussballverband vor drei Jahren ins Leben gerufene Projekt «FooTeCo» (Fussball - Technik - Koordination) hat zum Ziel, die Vereine bei ihrer Arbeit zu unterstützen, und so die Zahl verlorener Talente zu reduzieren. Das Projekt soll nun auch im Kanton Zürich als eine Organisation des Fussballverbands Region Zürich (FVRZ) etabliert werden. Darauf haben sich der FVRZ, die drei Grossklubs FCZ, GC und FC Winterthur und das kantonale Sportamt geeinigt.

Auch der Charakter zählt

In der Grundausbildung sehe man, wie interessiert und lernwillig ein Talent sei, sagt Markus Frei, Koordinator des Projekts beim Fussballverband der Region Zürich, gegenüber dem «Regionaljournal».

Nebst dem Talent wird auch der Charakter getestet: Talentierte Mädchen und Buben werden in verschiedene Mannschaften gesteckt und auf verschiedene Positionen geschickt. Laufend werden sie mit Aufgaben konfrontiert, die nicht einfach zu lösen sind. Frei rechtfertigt die harte Schule: «Dann sehen wir, ob das jemand als Herausforderung sieht oder gleich aufgibt.»

Streit um Talente

Auf die Talente stösst man beim Förderprojekt durch Meldungen aus den Klubs oder von Talentspähern. «Die Talente werden dann von den Grossklubs aufgeboten, etwa 16 schaffen es in eine ihrer Mannschaften.»

Die Aufgabe von Markus Frei ist es, die verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bringen. So sind oft mehrere Klubs an einem jungen Spieler interessiert. Handkehrum lassen sich kleine Vereine nur ungern ihre besten Spieler abjagen. Frei ist dafür besorgt, dass das Kind im Zentrum des Interesses bleibt.