Stadtpolizei Winterthur Mehrere Kaderangestellte fallen mit Burn-out aus

Engpass in der Führungsriege der Stadtpolizei Winterthur: Rund die Hälfte des Kaders ist krankgeschrieben. Viele von ihnen leiden an einem Burn-out. Sicherheitsvorsteherin Barbara Günthard-Maier sieht den Grund dafür im Sparprogramm der Stadt. Die Stadträtin gibt jedoch Fehler zu.

Das Polizeiauto parkt vor dem Winterthurer Sulzer-Hochhaus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hier im Einsatz: Die Stadtpolizei Winterthur kämpft derzeit mit Burn-outs im Kader. Keystone

Worum geht es? Bei der Stadtpolizei Winterthur ist die Hälfte des 13-köpfigen Kaders krankgeschrieben. Viele von ihnen klagen über ein Burn-out und fallen deshalb mehrere Wochen oder sogar mehrere Monate aus.

Was sind die Gründe? Die Winterthurer Sicherheitsvorsteherin Barbara Günthard- Maier macht die hohe Arbeitsbelastung für die zahlreichen Ausfälle verantwortlich. Durch das Sparprogramm sei die Polizei an ihre Belastungsgrenze gekommen.

Was sind die Konsequenzen? Im Kader der Stadtpolizei Winterthur kommt es zu Ausfällen und Abgängen. Vier der 13 Kaderstellen werden neu ausgeschrieben. Zudem rechnet Barbara Günthard-Maier mit höheren Kosten durch diese Situation.

Gibt es Kritik? SP-Gemeinderat Silvio Stierli wirft Barbara Günthard-Maier vor, sie habe des Problem kommen sehen, aber nicht reagiert. Zudem seien zehn neue Stellen bewilligt worden - und ein neues Polizeigebäude entstehe auch.

Wie reagiert die Stadt? Barbara Günthard-Maier weist die Kritik zurück. Sie habe ihre Stadtratskollegen früh auf das Problem aufmerksam gemacht. Zudem habe sie die nötigen Massnahmen eingeleitet, um das Problem zu lösen.