Zum Inhalt springen

Zürich Schaffhausen Mit 50 plus in die Arbeitswelt zurück

Nach vier Monaten ein neuer Job. Das schaffen ältere Erwerbslose dank dem Schaffhauser Integrationsprojekt «Horizont Generation Plus». Über die Hälfte der Kursteilnehmenden findet rasch wieder eine qualifizierte Arbeitsstelle. Im Kanton Zürich gibt es nichts Vergleichbares.

Älterer Mann in Anzug mit Aktenkoffer verlässt ein Arbeitsvermittlungszentrum durch eine Glastüre
Legende: Für Erwerbslose über 50 ist die Stellensuche auch mit hohen Qualifikationen nicht einfach. Keystone

Der Kanton Schaffhausen rief «Horizont Generation Plus» 2011 ins Leben. Die viermonatigen Kurse bieten ein Paket mit Workshops, Weiterbildung und persönlicher Beratung an. Sie richten sich an über Fünfzigjährige, die ihren hochqualifizierten Job aus wirtschaftlichen Gründen verloren haben.

Rund 200 Erwerbslose haben bislang solche Kurse absolviert. Mehr als die Hälfte von ihnen fand schon während der vier Kursmonate eine neue Arbeitsstelle. «Der Kurs ist stark persönlichkeitsorientiert», erklärt Vivian Biner vom Schaffhauser Arbeitsamt den Erfolg.

Zürich geht andere Wege

Der Kanton Zürich hat kein vergleichbares Hilfspaket für ältere Erwerbslose. Er bietet ihnen aber einzelne Zusatzmodule zur herkömmlichen Arbeitsvermittlung an. 2015 will er diese Zusatzmodule durch ein Mentoring-Projekt für über 50-Jährige ergänzen. Das Projekt wird zurzeit erprobt.

5 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von W. PIp, Züri
    Über 40jährig, wird mir langsam Angst und Bange. Die Mehrheit neu eingestellter Kollegen sind junge, zugewanderte Frischstudierte ohne Fachpraxis, die noch etliche Jahre lang billiger sind, aber mit ihren bürokratischen arbeitsscheuen Ansätzen viel Schaden anrichten. Die Chance, ordentlich pensioniert zu werden halte ich für gering. Da ist eine solche Integrationsinitiative zwar lobenswert, aber nur Symptombekämpfung. Die Wirtschaft muss ihren Mindset ändern. Ecopop erzwingt das!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Marie Džinić, Sh
      Das Ziel von Ecopop ist doch Unweltschutz. Anstatt immer die Zuwanderungsfrage in den Focus zu stellen, wäre es schlauer die Personalpolitik ins Scheinwerferlicht zu ziehen. Nur dann wird sich was ändern
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von W. Pip, Züri
      Frau Džinić, da haben Sie zwar grundsätzlich recht. Nur: das funktioniert nicht. Die Wirtschaft hat in den letzten 20 Jahren gezeigt, dass ihr soziale oder nationale Verbundenheit so ziemlich wurscht sind, so lange es um fette Gewinne geht. Ecopop ist -zumindest in diesem Teilaspekt- reine Notwehr. Und somit legitim.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Beat Gurzeler, Winterthur
    Die Frage ist nur wie lange haben diese 50 jährige diesen Job, die nächste Reorganisation ist sicher in diesen Firmenen schon in der Schublade, gezückt wird sie schneller als man sich dies denken kann.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Und wieder eine Marktlücke geschaffen ! Nur zu mit der Einwanderung ! das gibt weitere Aufträge in dieser Lücke, bis es ein Grosses Tor geworden ist . Ich stimme JA
    Ablehnen den Kommentar ablehnen