Mit einer App die Einbrecher stoppen

Info-, Merk- und Faktenblätter: Bei Beratungsgesprächen der Polizei zum Thema Einbrecherschutz gab es bis jetzt Papier ohne Ende. Neu soll dies mit Tablet und App, digital und ohne Papier, viel effizienter stattfinden. Aufgrund des positiven Feedbacks wird das Angebot nun definitiv eingeführt.

Ein Mann zeigt einem anderen Mann den Bildschirm seines Tablets, sie stehen in einer Wohnung. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bei Beratungsgesprächen, um den Einbruchsschutz zu verbessern, kommt neu eine App zum Einsatz. ZVG

Die Stadtpolizei Zürich bietet schon seit 60 Jahren Beratungen an, die den Einbruchschutz der eigenen Wohnung verbessern sollen. Diese Beratung erhält nun ein digitales Hilfsmittel: Im Frühling 2012 startete dazu ein gemeinsames Projekt der Stadtpolizei Zürich und dem Institut für Informatik der Universität Zürich.

Statt Bergen von Papier nur noch ein dünnes Tablet

Innerhalb dieses Projekts wurde nun ein System entwickelt, das die Beratungsgespräche digitalisiert. Früher mussten Fachleute, die Wohnungen zur Einbruchsprävention inspizierten, viel Papier mitbringen – Factsheets, Prospekte, Merkblätter usw. Nun bringen die Beraterinnen und Berater ein Tablet mit, welches alle Informationen von einer zentralen Stelle abruft. Damit sind auch die Informationen immer auf dem neuesten Stand.

Dank des Tablets können die Beraterinnen und Berater auch Bilder von Schwachstellen in den Wohnungen machen. Sie können ausserdem kundenspezifische Daten ins Tablet eingeben und vor Ort einen Sicherheitsplan erstellen, der danach der Kundin oder dem Kunden per Email zugesandt wird.

Auch andere Kantone interessiert

Der Pilotbetrieb dieses digitalen Angebots wurde mittlerweile abgeschlossen. Das Feedback sei durchwegs positiv, heisst es bei den Verantwortlichen. Die Stadtpolizei Zürich führt die digitalisierte Beratung per Tablet deshalb definitiv ein und auch die Zürcher Kantonspolizei hat damit begonnen, das neue Beratungs-Tablet beim Einbruchschutz einzusetzen. Seit Anfang 2015 probiert auch das Korps der Kantonspolizei Graubünden das Tablet aus und weitere seien interessiert.