Mit «Juliette» zum Erfolg

«Juliette» von Bohuslav Martinu ist eine Rarität auf den Opernbühnen. Die lassen sich die Chefs im Zürcher Opernhaus nicht nehmen. Hausherr Andreas Homoki inszeniert gleich selber, und Generalmusikdirektor Fabio Luisi dirigiert. Das Premierenpublikum war begeistert.

Eine Szene aus dem Stück «Juliette» von Bohuslav Martinu. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: juliette «Juliette» von Bohuslav Martinu: Eine Rarität auf der Opernbühne. Opernhaus Zürich

Das nennt man wohl eine vollkommen gelungene Premiere. Grosser Applaus für alle Sängerinnen und Sänger, grosser Applaus für den Dirigenten Fabio Luisi – für Chor und Orchester und vor allem: ganz grosser Applaus für das Regieteam um Andreas Homoki. Dabei machten es sich der Hausherr und sein Generalmusik-direktor nicht einfach. Sie wählten nicht bloss einen sicheren Wert aus dem Opern-Repertoire, sondern entschieden sich für die wenig gespielte Oper «Juliette» von Bohuslav Martinu.

Eine Quietsch­en­te und viele Erinnerungslücken

Die Handlung der Oper «Juliette» liest sich wie ein Psychothriller. Ein Mann, Michel, kommt auf der Suche nach seiner grossen Liebe in eine Kleinstadt. Aber die Menschen in der Stadt haben alle ihr Erinnerungsvermögen verloren. Da Michel sich sogar an seine erste Quietschente erinnert, wird er sofort zum Kapitän der kleinen Stadt gemacht. Eine ausgesprochen skurrile Reise beginnt.