Mit Prävention gegen Terror Mario Fehr: «Die neue Stelle ist das letzte Puzzleteil»

Der Kanton Zürich schafft eine Stelle gegen Radikalisierung und Gewalt. Denn die Prävention werde immer wichtiger.

ein Mann mit Brille, Schnurrbart und Geheimratsecken. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Genau hinschauen - so lautet das Rezept von Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) Keystone

Interventionsstelle gegen Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus - so heisst die Stelle offiziell. Sie soll die bisherigen Angebote des Kantons ergänzen: Die Brückenbauer, die engen Kontakt zur Bevölkerung aus anderen Kulturen. Oder die Jugendinterventionisten, die Anliegen von Schulen aufnehmen. Die neue Stelle sei das fehlende Puzzleteil, das die Präventionsarbeit vervollständige, sagte Regierungsrat Mario Fehr an der Medienkonferenz.

Beobachten und begleiten

Leiter der neuen Stelle wird Daniele Lenzo, der zur Zeit noch die Fachstelle für Gewaltprävention der Stadt Zürich leitet. Er soll zum Beispiel ein Programm entwickeln zur Deradikalisierung von Extremisten, die sich wieder in die Gesellschaft eingliedern wollen.

«Zentral ist, dass wir rechtzeitig erkennen, wenn jemand zum Beispiel in den Dschihad reisen will», sagt Regierungsrat Mario Fehr. Dies geschehe jetzt schon. Die Zürcher Kantonspolizei begleite rund ein Dutzend Personen intensiv, die der Radikalisierung verdächtigt werden. Weitere 400 werden beobachtet. Die neue Fachstelle soll diese Arbeit ab dem Frühling weiter stärken.