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Zürich Schaffhausen Monsterprojekte für 1,8 Milliarden Franken mitten in Zürich

140'000 Quadratmeter freie Fläche in der Stadt Zürich: Die SBB braucht mehrere Gebäude entlang den Bahngleisen in Zürich-West nicht mehr. Die SBB und die Stadt Zürich haben sich auf die Eckwerte und die Strategie für die drei Areale geeinigt.

Legende: Video Gigantisches Immobilien-Projekt abspielen. Laufzeit 03:22 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 23.11.2016.

Zwischen 2017 und 2031 gibt die SBB drei Gebäude entlang den Bahngleisen frei. Die Fläche ist doppelt so gross wie jene der Europaallee. Die SBB will die zentral gelegenen Gebiete umnutzen und mit verschiedenen Partnern 1,8 Milliarden Franken in die Entwicklung investieren.

In der Schweiz habe es noch kein Projekt in dieser Dimension gegeben, sagte die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch an einer Medienkonferenz. Es ist das grösste Immobilienprojekt in der Geschichte der SBB.

  • Areal Neugasse: Auf der Gleisseite des Prime Towers, zwischen Josephwiese und Viaduktbögen, soll eine neue Wohnüberbauung entstehen. Platz bieten soll die Siedlung für rund 900 Personen, ein Drittel werden gemeinnützige Wohnungen. Wer diese baut, steht noch nicht fest. Das möchte die SBB in einem öffentlichen Mitbestimmungsprozess bestimmen (siehe Link oben rechts).
  • Areal Werkstadt: Was genau in der «Werkstadt» genannten Zone entstehen soll, ist noch offen. Das Gelände befindet sich zwischen Hohlstrasse und Gleisen beim Letzipark. Die SBB will die Hallen der Service-Anlage zu einem Zentrum für urbane Produktion machen. Denkbar sei Kleingewerbe oder Gastronomie, es könnten sich aber auch Start-ups oder Kreativwirtschaftsbetriebe entwickeln, heisst es in einer Mitteilung.
  • Areal Hardfeld: Das Areal Hardfeld, bei der Hardbrücke am Rand des Kreis 4, wird im Moment als Lager und Güterumschlagplatz genutzt. Die SBB möchte dies ändern. Ihr schwebt eine «Drehscheibe für Citylogistik» vor.

Die Verhandlungen zwischen der SBB und der Stadt Zürich seien nicht einfach gewesen, sagt der Zürcher Hochbauvorsteher André Odermatt gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Die SBB hätte gerne noch mehr Wohnungen gebaut, die Stadt Zürich setzte sich aber für Gewerberäume ein.

Am Ende sass die Stadt aber offenbar am längern Hebel und konnte viele Forderungen durchbringen, denn die SBB ist auf das Wohlwollen der Politik angewiesen. Die drei Areale der SBB liegen nämlich in der Industriezone. Damit dort Wohnungen entstehen können, braucht es eine Umzonung. Und diese muss der Gemeinderat bewilligen.

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