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Ein Bankangestellter zahlt einer Kundin Bargeld in Form von Noten aus.
Legende: Um Bargeld einzuzahlen oder für Beratungen müssen Bankkundinnen immer weitere Wege gehen. Keystone
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Zürich Schaffhausen Nach dem Dorflädeli verschwindet auch der Bankschalter

In den ländlichen Regionen des Kantons Zürich verschwinden immer mehr Bankschalter. Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) schliesst im nächsten Jahr mehrere Agenturen im Zürcher Unterland und im Weinland. Das schmerzt die Gemeindebehörden zwar, doch unternehmen können sie dagegen nur wenig.

Wer in Schöfflisdorf oder in Weiach Geld abheben möchte, muss künftig zuerst ins Auto steigen und nach Dielsdorf fahren. Auf Ende Januar bietet die ZKB diesen Dienst in den beiden Gemeinden nämlich nicht mehr an.

Dasselbe Schicksal ereilt die Gemeinde Flaach im Zürcher Weinland. Dort schliesst auf Ende Juni die Landi, in der die ZKB einen Ein- und Auszahlungsdienst anbietet. Immerhin wird es in Flaach einen Bankomaten geben.

Ländliche Regionen abgehängt

Dennoch ist der Flaacher Gemeindepräsident Walter Staub betrübt über die Schliessung des Bankschalters: «Bei einem Bankomat fehlt die Person gegenüber, die auch Empfehlungen geben kann. Für diesen Service müssen wir künftig nach Andelfingen fahren.»

Staub stellt diese Entwicklung in einen grösseren Kontext: «Aus wirtschaftlichen Gründen schwindet der Service Public in ländlichen Gemeinden je länger je mehr.» Es sei bedauerlich, dass Flaach nach der Post nun auch seine Bank verliere.

Dagegen etwas zu unternehmen, sei jedoch nicht so einfach: «Natürlich sagen wir jedes Mal, dass wir diese Entwicklung bedauern. Aber gegen wirtschaftliche Entscheide anzukämpfen ist fast chancenlos. Da können wir nur zuschauen.»

Schalter versus Online-Banking

Die drei Bankschalter in Flaach, Schöfflisdorf und Weiach dürften aber nicht die letzten sein, die schliessen. Die ZKB schreibt in einer Mitteilung an das «Regionaljournal Zürich Schaffhausen», sie werde auch künftig «allfällige Optimierungen im Filialnetz prüfen».

Gleichzeitig betont die ZKB, dass sie nach wie vor jene Bank mit dem dichtesten Filial- und Automaten-Netz im Kanton Zürich sei. Die Gründe für die Schliessung von Schaltern lägen in der rückläufigen Nachfrage. 80 Prozent aller Bargeldbezüge erfolgten an Bankomaten. Ausserdem habe sich das eBanking weitgehend etabliert.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Ich finde das gut. Je toter das Land wird, desto unattraktiver wird es wieder. Dann erhalten die Städte noch mehr Zulauf, welche aus allen Fugen geraten werden. Und DANN merkt auch die städtische Klientel, welche dem Wachstum auf allen Ebenen immer die Stange hält, was es geschlagen hat.
  • Kommentar von Walter Mathys  (wmathy)
    Die Banken haben nur ein Ziel: Das On line Banking! So wird jeder gläsern und kontrollierbar. Wered Euch dagegen. Für mich gibt es nur das Bargeld.
  • Kommentar von Klaus Waldeck  (kdwbz)
    Die Postfinance wird wohl die Lücke schliessen. Wenn die Grossbanken für den Normalbürger "zu gross" werden, geht wohl das Verständnis für die Aufgaben einer Bank verloren.