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Nachfolge in Bern Zürcher FDP liebäugelt mit freiem Bundesratssitz

Legende: Audio «Wir haben Politiker, die das Amt ausfüllen könnten»: Interview mit Hans-Jakob Boesch abspielen. Laufzeit 01:38 Minuten.
01:38 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 25.09.2018.

SRF: Hans-Jakob Boesch, Sie sind Präsident der Kantonalzürcher FDP. Wird Ihre Partei ins Rennen um den freiwerdenen Bundesratssitz steigen?

Hans-Jakob Boesch: Wir werden uns sicher Gedanken machen dazu. Wir haben durchaus Politikerinnen und Politiker, die ein solches Amt ausfüllen könnten.

Überraschend kommt der Rücktritt von Bundesrat Schneider-Ammann ja nicht. Haben Sie schon vorsondiert? Gibt es schon Namen?

Ja, die sind ziemlich offensichtlich. Unser Ständerat Ruedi Noser gäbe sicher einen guten Bundesrat ab. Auch unser Fraktionspräsident in Bern, Beat Walti, bringt das Format für einen Bundesrat mit. Und unsere Regierungsräte Carmen Walker-Späh und Thomas Heiniger machen einen prima Job und haben sich auf Bundesebene bereits einen Namen gemacht.

Als Kronfavoritin gilt Ständerätin Karin Keller-Sutter aus Sankt Gallen. Glauben Sie, dass Zürcher Kandidaten eine Chance gegen sie hätten?

Es ist noch viel zu früh, dazu etwas zu sagen. Das wäre reine Spekulation.

Schaffhauser Regierungspräsident nach Bern?

Porträt Mann
Legende:Christian Amsler wäre der erste Schaffhauser Bundesrat.Keystone

Einer will vielleicht: Christian Amsler (55), freisinniger Regierungspräsident des Kantons Schaffhausen, prüft ernsthaft, ob er für Johann Schneider-Ammanns Bundesratssitz kandidieren soll. Auf Anfrage des «Regionaljournals» schrieb Amsler in einem schriftlichen Statement:

«Es ist kein Geheimnis, dass ich immer offen gesagt habe, dass mich das höchste Exekutivamt in unserem Land interessiert. Fakt ist, dass Schaffhausen noch nie im Bundesrat vertreten war und wir auch im Rahmen der Ostschweizer Regierungskonferenz klar gesagt haben, dass wir wieder in der Landesregierung vertreten sein müssen.

Natürlich muss ich mir nun die aktuelle Situation mit meinem engsten Umfeld und meiner Partei FDP Kanton Schaffhausen gut überlegen und dann eine Entscheidung fällen, ob eine Kandidatur ins Auge gefasst wird. Zuerst gehe ich jetzt aber am Samstag mal eine Woche in die Ferien!»

Was die Zürcher AnwärterInnen sagen

Die Nachfrage des «Regionaljournals» bei den möglichen Zürcher Anwärterinnen hat gezeigt: Für Beat Walti und Thomas Heiniger kommt eine Bundesratskandidatur nicht in Frage. Carmen Walker Späh war für eine Stellungnahme nicht erreichbar, die Sprecherin ihres Departements meint jedoch, Walker-Späh «sage nicht Nein» zu einer Kandidatur. Sie müsse die Sache jedoch mit ihrer Partei anschauen und «die notwendige Auslegeordnung machen.»

Tatsächlich hat Walker-Späh als freisinnige Frau Chancen. Denn, wie Fraktionspräsident Walti kürzlich im SRF Tagesgespräch sagte: «Weiteste Teile der FDP wären sehr glücklich, die Partei wäre mit einer Frau in der Landesregierung vertreten.» Für Walker-Späh ist der Zeitpunkt allerdings denkbar schlecht: Sie kandidiert gleichzeitig nochmals für den Zürcher Regierungsrat.

Weite Teile der FDP wären glücklich, die Partei wäre mit einer Frau vertreten.
Autor: Bealt WaltiPräsident Nationalratsfraktion FDP

Ein Problem, das die Zürcher Nationalrätin Regine Sauter nicht hätte. Sie hat sich als Direktorin der Zürcher Handelskammer einen Namen gemacht, auch in Bern. Auf Anfrage des «Regionaljournals» sagt sie, sie überlege sich eine Kandidatur. Bundesrätin zu sein sei «eine spannende Aufgabe».

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