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Neues Leben für das Zürcher Kasernenareal: Modell und Pläne
Aus Schweiz aktuell vom 31.01.2020.
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Neuer Anlauf für Kasernenareal Kanton und Stadt Zürich stellen ihre neuen alten Pläne vor

Die Weiterentwicklung des Kasernenareals mitten in der Stadt Zürich nimmt wieder Fahrt auf. Am Freitag haben Vertreter des Kantons und der Stadt an einer Medienkonferenz die neuen Pläne vorgestellt. Und dabei zeigte sich: Sie halten an den alten Ideen fest.

Der grüne Baudirektor Martin Neukom zu diesem Vorgehen: «Die vorliegende Lösung ist gut. Deshalb versuchen wir nun ein zweites Mal, das Parlament davon zu überzeugen.»

Wenn die Kantonspolizei in rund zwei Jahren ins neue Polizei- und Justizzentrum zieht, wird das Kasernenareal in der Nähe des Zürcher Hauptbahnhofs frei. Bereits ab 2012 hatten der Kanton als Eigentümer und die Stadt Zürich gemeinsam eine Vision für das Gesamtareal erarbeitet und hielten diese in einem vor Jahren publizierten Masterplan fest.

Neues Parlament will alte Pläne

Vor rund einem Jahr liess der damals noch bürgerlich dominierte Kantonsrat die Pläne für die Sanierung der Zeughäuser und für den Baurechtsvertrag mit der Stadt jedoch platzen.

Seit den kantonalen Wahlen im März 2019 ist die bürgerliche Mehrheit im Parlament jedoch Vergangenheit – und der neu zusammengesetzte Kantonsrat hat angeregt, dass er erneut über die gemeinsam erarbeitete Lösung abstimmen kann.

Dieser Plan sieht vor: In den alten Zeughäusern soll es Platz haben fürs Gewerbe, aber auch für kulturelle und soziale Angebote, wie es in der gemeinsamen Mitteilung von Kanton und Stadt heisst.

Ein Gebäude von aussen.
Legende: So soll die Militärkaserne nach der Sanierung aussehen. zvg

Kantonsrat muss nochmals abstimmen

Der Kanton Zürich verpflichtet sich, eine Kostenbeteiligung von maximal 30 Millionen Franken an die Sanierung zu leisten. Ausserdem gibt er das Zeughausareal für 50 Jahre zu vergünstigten Konditionen im Baurecht an die Stadt ab. Dieser Deal muss noch vom Kantonsrat bewilligt werden. Das Stadtparlament hat dem Kompromiss bereits zugestimmt. Die Stadt beteiligt sich mit rund 25 Millionen Franken an der Sanierung der Zeughäuser.

Gibt es ein Kindertheater in der Polizeikaserne?

Die Militärkaserne wird weiterhin für kantonale Aufgaben genutzt. Es entsteht ein Bildungszentrum für Erwachsene, wobei das Erdgeschoss für publikumsorientierte Nutzungen geöffnet werden soll.

Mit «wenigen gezielten Eingriffen» soll die denkmalgeschützte Militärkaserne zum Bildungszentrum werden, wie es der Kanton in der Mitteilung formuliert. Die Kasernenwiese wird in ihrer ursprünglichen Grösse als öffentlicher Freiraum nutzbar.

Ausserdem werden Kanton und Stadt Verhandlungen über die Zukunft der Polizeikaserne aufnehmen. Dieses Gebäude benötigt der Kanton selber nicht. Zwar sind die Pläne der Stadt noch nicht weit gediehen, zur Debatte stehen Angebote wie ein Kinder- und Jugendtheater, Handwerksbetriebe oder ein Quartierladen.

In sieben Jahren für die Bevölkerung öffnen

Zuerst sollen jetzt aber die Arbeiten bei den Zeughäusern beginnen. Wenn der Kantonsrat beim zweiten Anlauf dem Projekt zustimmt, das städtische Parlament den Sanierungskredit bewilligt und auch eine Mehrheit an einer Volksabstimmung das Geld für die Zeughäuser spricht, können die Zeughäuser frühestens Ende 2026 von der Stadt genutzt werden.

SRF 1, Regionaljournal Zürich Schaffhausen; 12.03 Uhr; sda/simd;sted

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Diethelm  (Okapi)
    Die seit 35 J abgesperrte Polizeiwiese (die südl. Hälfte des Kasernenhofs, wo das "provisorische" Untersuchungsgefängnis steht) könnte seit genau so langer Zeit sinnvoll genutzt werden, (die 1/2 ha Rasen, wo 3x im Jahr ein Heli landet und sonst allein der Rasenmähcer sinnlose Runden dreht. Ein Dutzend Schulen ohne Garten befinden sich im Radius von 1 km, da könnten 100 Kinder und Nachbarn gärtnern. Das können in Zürich lediglich 600 von 22'00 Schüler/innen, eine Schande für die "grüne" Stadt.
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    1. Antwort von Andreas Diethelm  (Okapi)
      Der Anteil von Schüler/innen, welche die Möglichkeit zum gärtnern haben, ist leider nicht so hoch wie irrtümlich angegeben, denn Zürich hat natürlich nicht 2200, sondern 10x mehr Schulkinder. Es dürfen also keine 3% gärtnern. Von der Bürokratie wird ja immer wieder beklagt, der heutigen Jugend fehle es an Bodenhaftung, sie wüsste nicht mehr woher die Nahrungsmittel stammen. sie würde sich ungesund ernähren und sich zu wenig im Freien bewegen. Stadt und Kanton müssten sich darüber verständigen.
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    2. Antwort von Mike Steiner  (M. Steiner)
      tolle Idee. Aber das würde bedeuten, dass Behörden, Parteien und Bürger ganzheitlich und in fairen interessensentscheidungen denken müssten. Ob das heute noch realistisch ist?
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