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Zürich Schaffhausen Neuer Präsident für die Schaffhauser Freisinnigen

Harald Jenny übernimmt die Führung der FDP des Kantons Schaffhausen. Die Parteiversammlung hat den Gächlinger Unternehmer einstimmig zum Präsidenten gewählt.

Harald Jenny in seinem Büro.
Legende: Hat nun das Zepter bei der Schaffhauser FDP übernommen: Harald Jenny in seinem Büro. SRF

Der 52jährige Harald Jenny übernimmt die Nachfolge von Nihat Tektas, der nach vier Jahren als Präsident der Schaffhauser FDP zurückgetreten ist. Jenny hat eine eigene Firma für Unternehmensberatungen. Ihn kennt man in Schaffhausen als ehemaligen Präsidenten der Industrievereinigung IVS. Als Politiker trat er bisher aber nie in Erscheinung. Im Sommer 2012 verpasste Jenny die Wahl in den Kantonsrat.

Die grosse Herausforderung: den Wähleranteil steigern

Der alte und der neue FDP-Präsident: Nihat Tektas (l.) und Harald Jenny.
Legende: Der alte und der neue FDP-Präsident: Nihat Tektas (l.) und Harald Jenny. SRF

Aufgabe von Harald Jenny wird es sein, die krisengeschüttelte Schaffhauser FDP wieder auf Vordermann zu bringen. Nach herben Sitzverlusten bei den letzten Wahlen 2012 verfügt die Partei derzeit noch über einen Wähleranteil von knapp 15 Prozent. In der Bundespolitik ist sie gar nicht mehr vertreten.

Jenny stellte an der Parteiversammlung der Schaffhauser Freisinnigen klar, dass ihm die Situation der Partei nicht passe. Es gelte jetzt, nach vorne zu schauen und das Potenzial auszuschöpfen. «Wir müssen das anpacken, was der Kanton und seine Bevölkerung braucht. Dann wird diese Partei auch wieder andere Ergebnisse erzielen.»

Die FDP und ihr Frauenproblem

Im Interview mit dem «Regionaljournal» gesteht Jenny ein, dass die Schaffhauser FDP in der Frauenförderung deutlich mehr unternehmen müsse. «Das kommt auf die Traktandenliste.» Bei den neuen Mitgliedern im Parteivorstand handelt es sich allerdings vor allem um ältere Männer wie den ehemaligen Tagi-Chefredaktor Peter Hartmeier und das Polit-Urgestein Thomas Hauser. Jenny: «Wenn man den Turnaround schaffen will, braucht es zuerst einmal erfahrenes Personal.»

Der neue FDP-Präsident macht bei seinen Zielsetzungen deutlich, dass er die bürgerliche Zusammenarbeit mit der SVP verstärken will.

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