Neues Kinderspital ist zu 90 Prozent finanziert

Der Neubau des Zürcher Kinderspitals ist finanziell schon fast in trockenen Tüchern: 500 der benötigten 600 Millionen Franken konnte die Stiftung bereits auftreiben. Das restliche Geld sollen private Sponsoren und Mäzene spenden. Ende 2020 soll der Neubau realisiert sein.

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Bildlegende: 2021 soll das Kinderspital den Neubau beziehen können. Keystone

Das Kinderspital Zürich platzt aus allen Nähten, der Neubau an der Stadtgrenze soll Abhilfe schaffen. Der Präsident des Stiftungsrates, Alt-Stadtrat Martin Vollenwyder, geht davon aus, dass der Neubau in vier Jahren bezogen werden kann.

Finanzierung ist weit fortgeschritten

Von den 600 Millionen Franken, die der Neubau kosten soll, zahlen die beiden Banken ZKB und UBS 350 Millionen Franken. Vom Kanton Zürich gibt es 150 Millionen Franken in Form eines Darlehens. Von Stiftungen seien bereits weitere 30 Millionen Franken zugesagt worden, sagt Martin Vollenwyder.

Er ist zuversichtlich, dass sich der fehlende Betrag bei privaten Sponsoren und Mäzenen auftreiben lasse. «70 Millionen Franken in vier Jahren, das ist nicht mehr alle Welt.»

Ende 2016 will das Kinderspital ein Baugesuch einreichen, der Baustart ist für 2017 geplant. Einsprachen und Rekurse sind laut Martin Vollenwyder jedoch nicht ganz auszuschliessen:

«  In der Schweiz gibt es eine fünfte Landessprache – die Einsprache. »

Martin Vollenwyder
Präsident Stiftungsrat Kinderspital

Um bis zur Eröffnung des neuen Kinderspitals die grösste Platznot zu lindern, baut das Kinderspital bis im Sommer einen dreistöckigen Pavillon, der Platz bietet für zwölf Betten.