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Eine Schaffhauser Krippe geht dank zusätzlicher Finanzierung mit gutem Beispiel voran
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 24.10.2019.
abspielen. Laufzeit 06:27 Minuten.
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Ohne Vorurteile Kind sein Schaffhauser Kindertagesstätte legt Basis für mehr Inklusion

Vorschulkinder mit Beeinträchtigungen sollen im Kanton Schaffhausen die gleichen Chancen erhalten, dank einem Pilotprojekt.

Bislang gibt es nur wenige Betreuungsangebote für Vorschulkinder mit geistigen oder körperlichen Beeinträchtigungen. Dabei steige die Zahl der Kinder, die Defizite zeigten, beobachtet die Geschäftsleiterin der Spielhuus-Tagesstätten, Gabriela Wichmann: «Gewisse Kinder fallen erst in einer grösseren Gruppe auf.» Etwa, wenn sie sich anders als die Mehrheit verhalten würden.

Mehr Ressourcen für besondere Bedürfnisse

Die Andersartigkeit kann vorübergehend sein, weil ein Kind beispielsweise in der sprachlichen Entwicklung etwas hinterherhinkt. Sie kann aber auch eine andauernde Mehrbelastung für die Betreuungspersonen bedeuten. Für die Kinder soll dies aber keine Rolle spielen, findet Gabriela Wichmann. Sie alle hätten einen Anspruch auf genügend Raum und eine wohlwollende Betreuung.

Alle Kinder sollen die Erfahrung machen können, dass man ihnen vorurteilsfrei begegnet
Autor: Gabriela WichmannGeschäftsleiterin Spielhuus-Tagesstätten Schaffhausen

Dazu benötige es aber genügend Ressourcen. Der Verein Spielhuus in Schaffhausen startet deshalb ein Pilotprojekt.

Im Rahmen des Projekts «Schiffli» werden in der Kindertagestätte Krebsbach auf das neue Jahr hin bis zu 25 zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen, die für alle Kinder offen sind. Um auch auf besondere Bedürfnisse von Kindern mit Beeinträchtigung eingehen zu können, wurde zusätzlich geschultes Personal eingestellt und die Innen- und Aussenräume so umgebaut, dass sie barrierefrei zugänglich sind.

Vorbild für andere Krippen

Die Finanzierung des Mehraufwands im Rahmen des zweijährigen Pilotprojekts konnte durch die Schaffhauser Windler-Stiftung gesichert werden. Danach soll das Angebot dank Geldern von Kanton und Gemeinden langfristig gesichert werden, so die Hoffnung der Geschäftsleiterin. Denn sie ist überzeugt: Von ihren Erfahrungen könnten auch andere Kinderkrippen profitieren.

«Wenn anderer Krippen sehen, dass sie auch solche Kinder aufnehmen könnten, könnte das Signalwirkung haben.» Ihre Hoffnung sei, dass es für Eltern im Kanton Schaffhausen keine Frage mehr sei, ob eine Krippe auch ein Kind mit einer Beeinträchtigung aufnehme, sondern dass es nur noch um die Frage gehe, welche Unterstützung es braucht.

(SRF 1, Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 12:03 Uhr; simd)

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1 Kommentar

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  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    gutgemeinter Ansatz. Nur: Wenn es darum geht, Vorurteile auszuleben und Andersartigkeit auszugrenzen, gibt es nichts unbarmherzigeres als Kinder. Und da ist auch nichts dran zu machen. - Ich bin darum gespannt, ob das funktioniert...
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