Physik als Hochleistungssport an der Universität Zürich

400 Gymnasiasten aus 84 Ländern wetteifern seit Montag an der Universität Irchel um die Olympische Goldmedaille in Physik. Zum ersten Mal überhaupt findet die Physik-Olympiade in der Schweiz, in Zürich, statt. Die Vorbereitungen dauerten anderthalb Jahre.

Prüfungsexperte Thomas Uehlinger steht in der umgerüsteten Turnhalle, im Hintergrund die Arbeitsboxen der Olympioniken. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Thomas Uehlinger heckte die Prüfungsfragen aus: «Die Aufgaben haben das Niveau eines 1./2.-Jahr-Studiums.» SRF

Die Olympioniken beugen sich am Dienstagmorgen in einer umgerüsteten Turnhalle der Universität Irchel über eine kleine Kartonschachtel. Darin enthalten ist die praktische Prüfungsaufgabe samt Aufbau und Anleitung. Fünf Stunden Zeit erhalten die meist männlichen Gehirnathleten, um das Experiment zu lösen. Später in der Woche gilt es dann auch noch eine theoretische Aufgabenstellung zu lösen.

Die Schweiz ist mit fünf Jugendlichen zu den olympischen Heimspielen in Zürich angetreten. Diese fünf hatten sich in einem zwei-stufigen Auswahlverfahren durchgesetzt. Wie alle anderen Teilnehmer auch mussten sie die Grundvoraussetzung erfüllen, noch nicht an einer Universität eingeschrieben zu sein. Die meisten Teilnehmer sind deshalb auch zwischen 17 und 19 Jahre alt.

Mit Physik die Welt erklären

Auch Caroline Rossier ist 19-jährig, sie stammt aus dem Kanton Freiburg und ist eines der fünf Mitglieder der Schweizer Delegation. Ihre Liebe zur Physik erklärt die Maturandin so: «Es fasziniert mich, weil sich durch die Physik viele Sachen erklären lassen.»

Für die Physik-Olympiade bereitete sie sich in zwei Trainingscamps vor – Hoffnung auf eine Medaille macht sich die Schweizer Delegation aber nicht. Leiterin Irene Steinegger: «Ich weiss nicht, was da geschehen müsste. Das soll aber nicht heissen, dass sie nicht gut sind.» Erfahrungsgemäss seien andere Nationen einfach besser, etwa asiatische Länder wie China oder Südkorea.

(simd; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17: 30 Uhr)