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Kritik an neuer Zooseilbahn
Aus Schweiz aktuell vom 22.05.2018.
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Pläne öffentlich aufgelegt Initianten präsentieren Zoo-Seilbahn – Gegner formieren sich

Innerhalb von sieben Minuten soll man vom Bahnhof Stettbach an der Stadtgrenze von Zürich zum Zoo kommen. Binnen einer Stunde könnten so 1800 Personen befördert werden. Die Bahn hat aber schon seit jeher einen schweren Stand.

Vor vier Jahren gingen die Gegner bis vors Verwaltungsgerichts. Das Projekt musste überarbeitet werden. Seit heute liegen die Pläne öffentlich auf.

Vor allem optische Veränderungen

Die Initianten der Zoo-Seilbahn legen nun ein überarbeitetes Projekt vor. Die grössten Änderung betreffen die Seilbahn selbst: kinderwagen- und behindertengerecht sollen die Gondeln sein, zudem soll es Zehner- statt Achtergondeln geben und eine entsprechend grössere Berg- und Talstation sowie schlankere Masten. So dürfte sich die Seilbahn laut Initianten optimal ins Landschaftsbild einfügen.

Knackpunkt bleibt aber das Verkehrskonzept am Bahnhof Stettbach. Das wurde auch 2014 vom Verwaltungsgericht kritisiert: Es habe beim Bahnhof Stettbach keine Parkplätze. Diese sind nun aber auch in der neuen Variante nicht vorgesehen.

Leute sollen umsteigen auf ÖV

Die neue Eingabe enthalte ein von einem neutralen Verkehrsplaner erstelltes Verkehrsgutachten, schreiben die Verantwortlichen der Zoo Seilbahn AG. Die direkte Verbindung zwischen dem ÖV-Knotenpunkt Stettbach und dem Zoo bewirke einen Umsteigeeffekt von privaten auf öffentliche Verkehrsmittel.

Wir werden klar kommunizieren, dass es beim Bahnhof Stettbach keine Parkplätze gibt. Notfalls gibt es Bussen und Absperrungen.
Autor: Andreas HohlProjektleiter vom Zoo Zürich

So soll die Verkehrssituation beim Zoo vor allem an Spitzentagen entschärft werden. Denn: Viele Zoobesucher reisen heute mit dem Auto an, was oft zu überfüllten Parkplätzen führt.

«Wir werden klar kommunizieren, dass es beim Bahnhof Stettbach keine Parkplätze gibt. Notfalls gibt es Bussen und Absperrungen», sagt Andreas Hohl, Projektleiter vom Zoo Zürich.

Hansjürg Lusti, der sich 2014 vor Gericht erfolgreich gegen das Projekt gewehrt hatte und Präsident der IG «Zoo ohne Seilbahn» ist, plagen dagegen andere Sorgen: Fast durch seinen Garten würde die Seilbahn führen. «Wir waren erstaunt, dass der Zoo nicht wirklich viele Neuerungen präsentiert hat.» Für die Gegner der Seilbahn ist jetzt schon klar, dass sie Einsprachen machen werden.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
    Die Schweizer, ein Volk von Verhinderern. Ein Volk ohne Visionen. Gut dass die Jungfraujochbahn und ähnliche Projekte bereits vor langer Zeit gebaut worden sind.
  • Kommentar von Henriette Rub  (ehb)
    Und mit der Seilbahn soll Zürich wohl auch schöner werden? Die herumfliegenden Drohnen bleiben dann in den Seilen hängen.
  • Kommentar von R. Raphael  (R.Raphael)
    Es könnte vor allem sein, dass die Antiparklatzphobie die Besucher/innen im Glatttal von der Benützung der Seilbahn abhalten wird. Die ÖV-Begeisterung ist eine Zeiterscheinung. Spätestens wenn wir den automatisierten elektrischrn Privatverkehr bekommen, werden mit Verspätung andere bauliche Prioritäten gesetzt werden müssen.
    1. Antwort von W. Pip  (W. Pip)
      Das wird in der Kolchose Züri nichts verändern. Der Punkt ist nicht die Antriebsart, sondern der Privatbesitz von Autos. Das ist ein Attribut des Klassenfeindes.