Angst vor Anschlägen Polizeieinsatz wegen Wehrmann auf dem Weg zum «Obligatorischen»

Rückenansicht eines Mannes, quer über den Rücken trägt er ein Sturmgewehr. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein Zivilist mit geschultertem Sturmgewehr: Auf dem Land noch normal, doch in Zürich sorgt so ein Bild für Beunruhigung. Keystone

Der Vorfall passierte vor wenigen Tagen: Ein Mitarbeiter von Radio 24 ging mit seinem Sturmgewehr in eine Tiefgarage. Er wollte in den Schiessstand fahren, um seine Schiesspflicht zu erfüllen. In der Angst, es handle sich um einen Terroristen, alarmierte jemand die Polizei. Die Folge: Eine zweistündiger Polizeiaktion.

Immer mehr Fälle

So etwas habe es zwar schon immer gegeben, erklärt Polizeisprecher Marco Cortesi gegenüber dem «Regionaljournal». In letzter Zeit hätten die Vorfälle aber deutlich zugenommen. Es sei vor allem ein städtisches Problem, stellt Cortesi fest. Doch auf dem Hintergrund der Berichte über Anschläge sei das verständlich.

Kopf einschalten

Die Polizei appelliert an die Wehrmänner, sich zu überlegen, was sie machen, bevor sie aus dem Haus gehen. «Mit einer Waffe in einen Kindergarten, ein Schulhaus oder ein Spital zu gehen, weil man nach der Arbeit noch das «Obligatorische» schiessen will, ist sicher keine gute Idee», meint Cortesi.

Es sei klar, dass die Polizei jeder solchen Meldung nachgehen müsse. Die Stadtpolizei habe auch Kontakt mit der Armeeführung aufgenommen um nach Lösungen für das Problem zu suchen.