Prosecco, Suppe und Kaffee: Die Oscar-Nacht in Zürich

An der Zürcher Hochschule der Künste haben 40 Personen eine Nacht lang die Daumen gedrückt für den Schweizer Oscar-Anwärter «Parvaneh». Die Enttäuschung über den verlorenen Oscar war dann umso grösser.

Studierende, ehemalige Professoren und Mitstreiter - sie alle blieben wach in der Nacht auf Montag, als in Los Angeles die Oscars vergeben wurden. Sie versammelten sich zu Prosecco, Suppe, Kaffee und Oscar-Public Viewing in der Zürcher Hochschule der Künste (ZHDK), um die ehemalige Filmstudentin Talkhon Hamzavi moralisch zu unterstützen. Hamzavi war mit ihrem Abschlussfilm «Parvaneh» in der Kategorie «Bester Kurzfilm» nominiert.

Als dann der Oscar an einen anderen Film ging, waren von den TV-Zuschauern Kommentare wie «Mist» oder «Ou nei» zu hören. Auch Marille Hahne, die damalige Studienleiterin von Talkhon Hamzavi, war enttäuscht: «Es ist sehr schade. Ich bin begeistert von dem Film. Aber es ist ja schon eine Riesenleistung, dass ein Film aus unserer Schule überhaupt nominiert wurde.»