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Legende: Audio Wie 2016 in Bern: Die Stadt Zürich erwartet Gegendemonstranten abspielen. Laufzeit 01:56 Minuten.
01:56 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 11.04.2019.
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Protest beim Bezirksrat Abtreibungsgegner wollen in Zürichs Innenstadt demonstrieren

Die Stadt Zürich hat den «Marsch fürs Läbe» durch das Zentrum verboten. Abtreibungsgegner wollen dies nicht akzeptieren.

Mitte September sollte der «Marsch fürs Läbe» durch Zürichs Innenstadt ziehen, ein Umzug organisiert von christlich-konservativen Gruppierungen. Doch die Stadt Zürich bewilligte lediglich eine Protestveranstaltung auf dem Turbinenplatz im Stadtzürcher Kreis 5, keinen Demonstrationszug durch Zürichs Zentrum. Gegen diesen Entscheid wehren sich die Organisatoren nun und gelangen an den Bezirksrat.

Angst vor gewalttätigen Auseinandersetzungen

Für die Stadt Zürich ist klar: Bei einem Umzug drohten Ausschreitungen mit Verletzten, zudem könnten Geschäfte entlang der Umzugsstrecke beschädigt werden. Diese Argumente lassen die Abtreibungsgegner nicht gelten. «Marsch fürs Läbe»-Sprecherin Beatrice Gall sagt: «Wir haben zwischen 2010 und 2016 schon diverse Märsche in der Stadt Zürich durchgeführt und dabei gab es keine Verletzten sowie nur marginale Beschädigungen.» Bei anderen Protesten sei mehr Schaden entstanden, der Entscheid der Stadt sei unverhältnismässig Deshalb gelangten sie nun mit einem Rekurs an den Bezirksrat.

Dieser Protest habe durchaus Chancen auf Erfolg, betont AL-Kantonsrat und Rechtsanwalt Markus Bischoff. Der Entscheid der Stadt Zürich verletze womöglich Grundrechte: «Man kann nicht Leute irgendwo in einem Randgebiet demonstrieren lassen und denken, man könne so die Bundesverfassung einhalten. Es gehört dazu, dort demonstrieren zu können, wo man auch eine gewisse Aufmerksamkeit erregt.» Wann der Bezirksrat ein Urteil fällt, ist noch nicht klar.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (jolanda)
    Eine bedenkliche Entwicklung: Immer wenn eher konservative oder "rechts" stehende Menschen, Vereinigungen oder politische Parteien das gleiche machen wollen, wie linksextreme Gruppen (eine offene Demonstration auf der Strasse), wird ihnen dieses demokratische Recht nicht erlaubt (verboten). Die Begründung der zuständigen Behörden sind immer die gleichen: Es sei eine zu grosse Gefahr von Ausschreitungen! Wer "schreitet" den aus? Eben wieder "linke Ideologen", die keine andere Ansicht duldet!
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  • Kommentar von Jérémie Abegg (Jetiiab17)
    Der Marsch fürs Läbe ist die wohl friedlichste Demonstration überhaupt. Nur weil die Gegenseite Schaden anrichtet, kann man doch nicht die Grundrechte kürzen!
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  • Kommentar von U. Fröhlich (uF)
    Natürlich gilt für alle dasselbe Recht zu demonstrieren, sonst gehts unserer Demokratie immer schlechter. Ob einen das Thema anspricht oder nicht, mir stehen bei anderen Themen die Haare zu Berge. Bravo Marsch des Lebens! Jedes ungeborene Baby hat das Recht auf Leben.
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