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Zürich Schaffhausen Pssssssst – wir sind in einer Kirche!

Das Zürcher Fraumünster zieht mit seinen berühmten Chagall-Fenstern Touristen in Massen an. Das führte immer häufiger zu Konflikten mit Menschen, die in der Kirche die Stille und Andacht suchen. Deshalb dürfen die Touristenführer seit Neustem nur noch flüstern.

Ausschnitt aus dem Fresko im Kreuzgang, das die Begegnung der beiden Gründerinnen mit dem leuchtenden Hirschen darstellt.
Legende: Im Audioguide wird unter anderem die Gründungslegende des Fraumünsters erzählt. Keystone

Bis zu einer halben Million Menschen besuchen jährlich das Zürcher Fraumünster, um die Chagall-Fenster zu bewundern. Zeitweise war der Andrang so gross, dass sich die Touristenführer gegenseitig zu übertönen versuchten. Kein Verhalten für einen Ort der Stille und Andacht, fand die Kirchenpflege zusammen mit dem Fraumünsterpfarrer Niklaus Peter.

Ziel: Mehr Ruhe und Andacht

Sie führten deshalb für Touristenführer neue Regeln ein: Touristengruppen müssen sich ab sofort im Internet für eine Führung voranmelden. Die Zahl der Touristen, die gleichzeitig in die Kirche gelassen werden, ist auf 60 beschränkt und die Führer dürfen ihnen Informationen nur noch im Flüsterton weitergeben. Unterstützt werden sie dabei von einem neuen Audioguide.

Den Audioguide gibt es in acht Sprachen. Für den Umgang damit bietet das Fraumünster den Touristenführern Kurse an. Pfarrer Niklaus Peter gibt ihnen dabei einen klaren Auftrag mit: «Wenn ihr Touristen ins Fraumünster führt, dann vermittelt ihnen, dass es ein geistlicher Raum ist; ein Gotteshaus, das man nicht einfach touristisch abhakt.»

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