Regine Aeppli soll im Universitätsrat entmachtet werden

Die Bürgerlichen im Zürcher Kantonsrat stören sich am Doppelmandat der SP-Regierungsrätin. Deshalb fordern sie: Die Bildungsdirektorin soll nicht mehr Präsidentin des Universitätsrats sein. Der Vorstoss wurde vom Kantonsrat vorläufig unterstützt.

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Bildlegende: Umstrittene Doppelrolle: Regierungsrätin Regine Aeppli (SP). Keystone

Die Affäre um SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli im Zusammenhang mit der Universität Zürich hat auch die Rolle von SP-Regierungsrätin Regine Aeppli in den Fokus gerückt. Die Bildungsdirektorin ist von Amtes wegen Mitglied im Universitätsrat. Vor allem die Bürgerlichen sehen einen Interessenskonflikt in dieser Doppelrolle.

Der Kantonsrat beriet heute über eine Einzelinitiative. Diese fordert, dass der Universitätsrat künftig nicht mehr von einem Mitglied des Zürcher Regierungsrats präsidiert wird. Die Bildungsdirektorin solle im Rat künftig nur noch eine «beratender Stimme» haben. Diese Forderung unterstützten 92 Mitglieder des Parlaments. Nun geht das Geschäft in die zuständige Kommission.

Keine Änderungen im Universitätsspital

Der Kantonsrat behandelte am Montag einen weiteren Vorstoss mit der Forderung, der Spitalrat des Unispitals Zürich müsse künftig vom Vorsteher der Gesundheitsdirektion präsidiert werden. Diesen Vorstoss lehnte der Rat aber ab.