Rhein-Schifffahrt kämpft gegen den Untergang

Die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein ist in finanziellen Schwierigkeiten. In der letzten Saison fuhr das Unternehmen ein Defizit von rund einer halben Million Franken ein. Um der Gesellschaft etwas Luft zu verschaffen, haben die Aktionäre einer Aufstockung des Aktienkapitals zugestimmt.

Das Flaggschiff «MS Schaffhausen» der Schiffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mal ist es zu kalt, dann zu heiss: Nur wenn das Wetter stimmt, klingelt die Schiffskasse. zvg

Bereits 2014 war kein gutes Jahr für die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein. Der verregnete Sommer lockte kaum Passagiere auf die Schiffe, erst der goldene Herbst konnte einen Teil der entgangenen Einnahmen wettmachen. Der Sommer 2015 war dann hingegen zu heiss: Wegen des niedrigen Wasserstandes konnten die Schiffe nicht immer fahren. Dazu kam der Frankenschock: Schifffahren ist für die ausländischen Passagiere teurer geworden, für viele wohl zu teuer.

Angestellte müssen um ihre Stelle bangen

Die Wetterkapriolen schlugen sich derart deutlich in der Kasse nieder, dass das Unternehmen handeln musste. Bereits Anfang Mai verkündete Verwaltungsratspräsident und Regierungsrat Reto Dubach Sparmassnahmen, auch im Personalbereich. Ein Kadermitarbeiter musste bereits seinen Sessel räumen.

Am Montag stimmten nun die Aktionäre der Schifffahrtsgesellschaft einer Erhöhung des Aktienkapitals um eine halbe Million Franken zu. Damit sei die Sanierung des Unternehmens aber noch nicht abgeschlossen, betonten die Verantwortlichen. Es brauche weitere Schritte, um das defizitäre Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Reto Dubach sprach zum Beispiel davon, weniger Personal auf den Schiffen einzusetzen, und die Gesamtarbeitsverträge zu überarbeiten.