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Rheinau muss weiter arbeiten «Wir haben definitiv etwas bewegt»

Legende: Audio «Es ist noch nicht vorbei.» Initiantin Rebecca Panian abspielen. Laufzeit 02:45 Minuten.
02:45 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 04.12.2018.

Der Versuch sorgte weit über die Schweiz hinaus für Schlagzeilen: Rheinau, das kleine Dorf im Zürcher Weinland, wollte das Grundeinkommen testen. Ein Team rund um Initiantin Rebecca Panian hatte das Dorf aus vielen Bewerbungen ausgesucht und fleissig die Spenden-Werbetrommel gerührt. Vergebens, wie sich jetzt herausstellt. Anstatt der angestrebten sechs Millionen Franken kamen nur gut 150'000 Franken zusammen.

SRF: Rebecca Panian, wie zufrieden sind Sie mit dem Resultat?

Rebecca Panian: Natürlich hätte ich mir eine Welle der Begeisterung erhofft, die durch die Schweiz hindurchfliesst, so dass sich viele mit einem kleinen Beitrag beteiligen. Schliesslich geht es um die Zukunft von uns allen und wir hätten etwas getestet, wovon auch alle profitieren. Das ist nicht passiert und das ist schade.

Zweieinhalb Prozent der erforderlichen Summe wurde gespendet - ein Fiasko?

Ich würde es nie und nimmer als Fiasko betiteln. Wer etwas tut, der riskiert etwas, kann auch scheitern, er bewegt aber auch. Und bewegt haben wir definitiv etwas. Im Dorf ist viel passiert: Da reden Leute miteinander und entdecken gegenseitig ihre Talente, von denen sie keine Ahnung hatten. Sie ändern ihre Leben, ohne dass der Versuch gestartet wurde. Auch vom Ausland kommen viele Anfragen, die den Versuch eine coole Idee finden. Ich sehe nirgends ein Fiasko.

Wie geht es jetzt weiter?

Im Projekt hat ganz viel funktioniert. Was nicht geklappt hat, ist das Crowdfunding. Vorbei ist es erst, wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sagen, eine zweite Finanzierungsrunde sei für sie ausgeschlossen. Dieses Gespräch hat noch nicht stattgefunden.

Die Gespräche führte Pascal Kaiser

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Dupont (udupont)
    Was hätte es denn da zu testen gegeben? Es ist doch logisch, dass wenn Leute gesucht werden, die nur Geld geben sollen und solche, die leistungslos solches kriegen, es von letzteren sehr viel mehr gibt als von ersteren und somit auf privater Basis nicht funktionieren kann. Wahrscheinlich wird man jetzt wieder versuchen, die Spenderrolle dem Staat bzw. uns allen aufzudrängen.
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  • Kommentar von Peter Aufdermauer (Peter Aufdermauer)
    Aus einer Schnapsidee wurde nicht einmal Schnaps. Unser Institutionen funktionieren sehr gut und werden leider auch seht oft ausgenützt, so dass dieses Projekt niemals eine Chance hatte. Nur Geldverschwendung und ein Hoffnungsschimmer für die *Fauler* Eier in der Gesellschaft.
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  • Kommentar von Beatrice Fiechter (thea)
    Jemand im Forum hat das Stichwort gegeben!Die Idee ist den Realitäten hier nicht angepasst.In Ländern mit einfachen Strukturen lässt sich ein Grundeinkommen besser testen.Ein aussagekräftiger Testlauf in der Schweiz müsste sehr viel beachten.Doch das Ziel müsste sein,auf ein Grundeinkommen hinzuarbeiten,denn es würde viele Probleme lösen,Strukturelles vereinfachen.Gegen Befürchtungen:Das fast bedingungslose Grundeinkommen mit Sozial-/ Wissenschafts- od. Militärdienststunden pro Jahr verknüpfen!
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