Rieter: Mehr Bestellungen, weniger Gewinn

Der Winterthurer Textilmaschinen-Konzern Rieter hat im ersten Halbjahr 2013 einen massiv kleineren Gewinn erzielt. Dies liegt vor allem an tieferen Margen. Weil: Bestellungen gehen bei Rieter mehr als genug ein.

Der Rieter-Hautpsitz in Winterthur. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Rieter-Hautpsitz in Winterthur. Keystone

Der Textilmaschinen-Hersteller Rieter profitiert von einer Markterholung, insbesondere in der Türkei. Der Bestellungseingang ist im ersten Halbjahr um 76 Prozent geklettert. Unter dem Strich steht aber ein Gewinn von nur gerade einmal fünf Millionen Franken. Das ist nicht einmal mehr ein Viertel des Gewinns im ersten Halbjahr 2012.

Der Gewinnrückgang hat vor allem mit niedrigen Margen aus Aufträgen zu tun, die im letzten Jahr abgeschlossen worden sind. Zudem hat Rieter in der Vorjahresperiode Gewinne aus dem Verkauf von Produktionsstätten in Tschechien erzielt.

Standort Winterthur bleibt wichtig

Der Entscheid, stark in die Märkte in Indien und China zu investieren, habe sich gelohnt, sagt Rieter-CEO Erwin Stoller gegenüber dem «Regionaljournal»: «2009 konnten wir in China praktisch nichts mehr verkaufen, weil wir nicht importieren konnten. Seit dem Bau der Fabriken in China wachsen wir ständig.»

Die Verlagerung der Produktion nach China hat allerdings den Abbau von 250 Stellen in der Schweiz zur Folge. Der Abbau soll im Frühling 2015 abgeschlossen sein. Winterthur werde aber ein wichtiger Standort für Rieter bleiben, betont Stoller: «Alle Bereiche, die eine weltweite Steuerungsfunktion haben, bleiben in Winterthur.»