Rieter mit weniger Umsatz und Gewinn aber mehr Bestellungen

Das erste Halbjahr fällt beim Winterthurer Industriekonzern zwiespältig aus: Umsatz und Gewinn fallen im Vergleich mit dem Vorjahr deutlich tiefer aus. Die Bestellungen sind hingegen stark angestiegen. Das stimmt den Konzern vorsichtig optimistisch.

Ein Arbeiter kontrolliert die Spindeln einer Spinnereimaschine Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im zweiten Halbjahr dürfte Rieter wieder mehr Spinnereimaschinen verkaufen. Keystone

Die Spinnereimaschinen von Rieter waren im ersten Halbjahr 2016 deutlich weniger gefragt als im Vorjahr. Der Umsatz im Kerngeschäft ging um rund ein Drittel zurück.

Gewachsen ist dagegen der Bereich Wartung, Unterhalt und Schulung (After Sales) und der Verkauf von Zubehörteilen (Components). Diese beiden Sparten konnten den Rückgang im Kerngeschäft aber nicht wettmachen.

Das harzig laufende Maschinengeschäft schlägt sich auch im Gewinn nieder: Dieser schrumpfte im Vergleich mit dem Vorjahr von 29,1 auf 11 Millionen. Das ist ein Rückgang um 62 Prozent.

Volle Bestellungsbücher

Der Blick in die Bestellungsbücher stimmt den Konzern aber optimistisch. Im Kerngeschäft mit den Spinnereimaschinen liegen die Bestellungen um mehr als 50 Prozent über dem Vorjahr. Vor allem aus der Türkei seien viele neue Bestellungen eingegangen. Trotz der unsicheren Lage in der Türkei erwartet Rieter für die zweite Jahreshälfte deshalb ein besseres Ergebnis.

Für das ganze Jahr rechnet der Konzern aber weiter mit einem tieferen Umsatz und Gewinn als noch 2015. Rieter arbeitet deshalb weiter daran, dass das Unternehmen profitabler wirtschaftet. So soll der schon eingeleitete Abbau von rund 200 Stellen in Winterthur bis Ende Jahr umgesetzt sein und die Kosten der Produktion ab 2017 um 15 bis 20 Millionen Franken senken.