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Zürich Schaffhausen Rüffel für Hagenbuch wegen Flüchtlingsfamilie

Hagenbuch habe seine sozialen Pflichten verletzt und die Öffentlichkeit falsch informiert. Dies sagt die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) und reicht eine Aufsichtsbeschwerde gegen Hagenbuch ein. Die Gemeinde weist alle Vorwürfe zurück.

Legende: Video Aufsichtsbeschwerde gegen Hagenbuch abspielen. Laufzeit 02:46 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 18.12.2014.

Die Gemeinde Hagenbuch hatte sich mehrfach öffentlich beklagt, die Kosten für eine kinderreiche Flüchtlingsfamilie aus Eritrea belasteten die Gemeindekasse. Wegen der Familie drohe Hagenbuch sogar eine Steuererhöhung, meinte der Gemeinderat und liess die Medien diese Botschaft grossflächig verbreiten.

Jetzt kontert die KESB. Hagenbuch habe seine Pflichten in Bezug auf die Flüchtlingsfamilie nicht ausreichend wahrgenommen. So habe der Gemeinderat nicht den Tatsachen entsprechend informiert und sich auch nicht bemüht, korrigierend auf die Berichterstattung in den Medien einzuwirken.

Hagenbuch unter Aufsicht

Mit seiner Informationspolitik habe Hagenbuch aber die Persönlichkeitsrechte der eritreischen Familie und insbesondere der Kinder verletzt. Die KESB fordert deshalb vom Bezirksrat, er solle der fehlbaren Gemeinde fachliche Beratung und Unterstützung zukommen lassen. Mit anderen Worten: Der Hagenbucher Gemeinderat sei unter Aufsicht zu stellen. Mit der Massnahme wolle man Hagenbuch nicht bestrafen, sagt die zuständige KESB-Präsidentin Karin Fischer.

Die Vorwürfe sind haltlos
Autor: Therese SchläpferGemeindepräsidentin Hagenbuch

Die Gemeindebehörde von Hagenbuch weist nun aber alle Vorwürfe zurück und spricht von einer «Retourkutsche» der KESB. Sie fühle sich nicht unfähig und brauche keine Unterstützung, sagte Gemeindepräsidentin Therese Schläpfer an einer eilends einberufenen Medienkonferenz.

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38 Kommentare

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Das ganze Geschimpfe über Asylbewerber ist schlicht überflüssig. Denn es war weder eine Wundertüte noch ein Überraschungspaket, sondern eine offen ausgelegte Bestelliste mit den üblichen Posten, die sich die Bevölkerung per Ankreuzen gewählt hat, inklusive deren Finanzierung und Folgekosten. Offenbar müssen etliche immer zuerst mit dem Verstand eines Kleinkindes auf die heisse Herdplatte greifen.
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  • Kommentar von Peter Escher, Wallis
    http://www.recherchenschweiz.ch/diagramme-zu-statistiken/arbeitsmarkt/ausgesteuerte-aus-der-arbeitslosenversicherung-monatlich-neu/...So umfasst die Gruppe der 45- bis 64-Jährigen, 44% der Ausgesteuerten !!!! von Januar 2014 bis August 2014, wurden bei uns in der CH = 14'399 Personen "Aus-gesteuert "...., die finanz. Mittel also doch lieber ins KESB ..??? - noch Fragen...
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    1. Antwort von H. Frühling, Bern / Zürich
      Zusammenhang? (ein etwas gar zusammenhangloser Kommentar. Aber wahrscheinlich wirksam bei den Anhängern dieser Marschrichtung. Sicher aber wirkungslos bei der Problemlösung)
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    In unserem kleinen Dorf wollte man vor Jahren ca 2 Dzd Tamilen in unsere leerstehende Dorfbeiz platzieren.Nicht dass man etwas gegen Tamilen gehabt hätte,wenns nur eine Familie gewesen wäre.Aber die Zahl ihrer Kinder hätten an unsrer Unterstufe die einheim.übertroffen.Ein Ungleichgewicht wäre entstanden,was vielerorts den Unmut der Bevölkerung schürt.Man hat dann davon abgesehen,weil die sanitären Anlagen zu altmodisch waren.Ein paar Alternative störten sich nicht daran,die leben da seit Jahren.
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    1. Antwort von H. Frühling, Bern / Zürich
      ??? (wo gibt es noch so kleine Dorfschulen?) Die Tamilen erwiesen sich in der Schweiz als sehr umtriebig und fleissig, den Aufgaben gewachsen und erst noch sehr initiativ.
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    2. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      H. Frühling, habe ich etwas anderes behauptet? Trotzdem waren die sanitären Anlagen nicht gut genug für sie, aber gut genug für unsre alternative Wohngemeinschaft.
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