Schaffhausen will vorerst nichts mehr ans neue Stadion zahlen

Der endlosen Geschichte rund um das neue Schaffhauser Fussballstadion im Herblingertal wird ein neues Kapitel angefügt: Der Schaffhauser Stadtrat will sich momentan nicht mehr finanziell am Bau des FCS-Park beteiligen.

Ein Match im Stadion Breite (FCS gegen Aarau, 2007) - die Schaffhauser werden wohl noch eine Weile dort weiterkicken. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein Match im Stadion Breite (FCS gegen Aarau, 2007) - die Schaffhauser werden wohl noch eine Weile dort weiterkicken. Keystone

Im Mai hatte der Verwaltungsratspräsident der FC Schaffhausen AG, Aniello Fontana, dem Schaffhauser Stadtrat ein stark redimensioniertes Projekt des geplanten Fussballstadions im Herblingertal vorgestellt. Die Investitionen sollen statt 105 nur noch 40 Millionen Franken betragen, die Gesamtfläche bis 10'000 Quadratmeter umfassen. Das geplante Fussballstadion bietet Platz für über 8000 Besucher und wäre für Super-League-Spiele zugelassen. 

Kein endgültiger Rückzug

Da das neue Projekt nicht mehr mit dem ursprünglichen übereinstimmt, zieht der Stadtrat seine Vorlage ans Parlament zur finanziellen Unterstützung zurück, «bis Klarheit über die neuen Eckwerte herrscht». Dies teilte er am Dienstag mit. Der Stadtrat sei weiterhin gewillt, den Neubau eines Fussballstadions mit privater Trägerschaft im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Stadt zur Unterstützung zu empfehlen und einen Beitrag zu leisten, heisst es weiter.

Aniello Fontana reagierte gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» erfreut darüber, dass sich die Stadt nach einem neuen Standort umsieht. Ein grosser Nachteil am Standort im Herblingertal seien die hohen Landkosten.

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