Schaffhauser Katholiken nehmen christliche Flüchtlinge auf

Bis zu 16 Flüchtlinge sollen in das ehemalige Pfarrhaus der Kirchgemeinde St. Peter in der Stadt Schaffhausen ziehen. Bevorzugt werden dabei «Menschen mit christlichem Hintergrund».

Das ehemalige Pfarrhaus St. Peter. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Platz für 16 Flüchtlinge: Das ehemalige Pfarrhaus St. Peter. SRF

16 Männer aus Eritrea können in den nächsten Tagen ins ehemalige Pfarrhaus St. Peter ziehen. Die katholische Kirche habe sich angesicht des Flüchtlingselends auf dem Mittelmeer zu diesem Schritt entschieden, sagt Wolfgang Lendl, Präsident des Pfarreirats St. Peter. «Wenn wir etwas Gutes tun können, möchten wir dies wahrnehmen», sagt er.

Bei der Unterkunft im Pfarrhaus handle es sich aber explizit um eine «Zwischennutzung». Bevorzugt werden sollen dabei «Menschen mit christlichem Hintergrund». «Diese Bedingung ist uns als katholische Kirche wichtig», betont Lendl.

Unterkunft, aber nur für Glaubensbrüder: Ist dies vereinbar mit der christlichen Nächstenliebe? Die Verantwortlichen betonen, dass sie mit dieser Klausel allfällige Konflikte und Diskussion vermeiden wollten. Komme hinzu, dass bereits einige Eritreer in Schaffhausen leben, die sich gut integrieren würden – einige von ihnen würden gar im Kirchenchor singen.

Sozialamt ist erfreut

Das Schaffhauser Sozialamt ist froh über die zusätzlichen Unterkunftsplätze im Pfarrhaus, wie Dienststellenleiter Christoph Roost auf Anfrage sagt. Es sei in der momentanen Situation sehr schwierig, genügend Plätze für Flüchtlinge zu finden.

Dass die Schaffhauser Katholiken dabei aber explizit christliche Flüchtlinge bevorzugen, stösst manchem Online-Kommentator sauer auf. Die Reaktionen auf Twitter: