Erste Amtshandlung Schaffhauser Parlament gibt sich mehr Lohn

Nach diversen Wahlen hat der Schaffhauser Kantonsrat am Montag als erstes Geschäft in der neuen Amtsperiode eine Erhöhung des Sitzungsgeldes beschlossen. Die Mitglieder des Kantonsrats, des Büros und der Kommissionen erhalten nun mehr Geld. Nicht alle waren mit dieser Lohnerhöhung einverstanden.

Eine Portemonnaie im Kantonsrat Schaffhausen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mehr Lohn für die Schaffhauser Parlamentsmitglieder. SRF

Es ist eine bescheidene Erhöhung des Sitzungsgeldes, die der Schaffhauser Kantonsrat am Montag beschlossen hat. 20 Franken mehr erhalten die Mitglieder neu: 200 statt 180 Franken. Der Kantonsrat stimmte dem Antrag des Büros mit 33 zu 23 Stimmen zu.

Der Beschluss gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2017. Vor allem die AL und die SP kämpften für diese Erhöhung. Es gehe darum, den Wert der Arbeit anzuerkennen, die geleistet werde. Aber auch die CVP und eine Minderheit von SVP und FDP unterstützten die Erhöhung.

«Wert der Arbeit» gegen «falschen Zeitpunkt»

Zum Beispiel der Schaffhauser FDP-Kantonsrat Christian Heydecker: «Das Amt kostet mich sehr viel Geld. Ich mache das gerne, aber es ärgert mich, wenn ich mir dann jedes Mal ans Bein schiffen lassen muss.»

Die Fraktionssprecher von SVP, FDP und GLP hielten vor allem den Zeitpunkt für falsch, nachdem wegen der angespannten Finanzlage bei «praktisch allen Bevölkerungsschichten» gespart worden sei.