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Schaffhauser Stadthausgeviert Vom Schandfleck zum Bijoux

Wie weiter mit den verlotterten Gebäuden rund ums Stadthaus? Der Stadtrat hat die konkreten Bauprojekte vorgestellt.

Legende: Audio Von einem «Jahrhundertprojekt» spricht der Stadtrat abspielen. Laufzeit 02:33 Minuten.
02:33 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 18.01.2019.

Seit Jahrzehnten ist die Sanierung des historischen Stadthausgevierts ein Thema. Am Freitag hat der Stadtrat nun präsentiert, wie das Areal künftig aussehen soll. Die beiden Verwaltungsgebäude Stadthaus und Eckstein will er sanieren und durch einen neuen Bau verbinden.

Das bringe verschiedene Vorteile, sagt Baureferentin Katrin Bernath (GLP): «Es entsteht ein zentraler Anlaufpunkt. Einwohnerkontrolle, Zivilstandsamt, Steueramt – alles an einem Ort.» Das vereinfache auch die Zusammenarbeit der Ämter.

Ein Schmuckstück im Innenhof

Im nördlichen Teil des Gevierts, wo heute ehemalige Klostergebäude aus dem 13. Jahrhundert stehen, sieht die Stadtregierung Wohnungen und Raum für Gewerbe und Gastronomie vor. Dieser Teil soll im Baurecht an einen Investor abgegeben werden.

So könnte ein wahres Bijoux entstehen, ist der Stadtrat überzeugt. Geplant ist ein öffentlich zugänglicher Klostergarten, moderne Wohnungen mit Altstadtflair und Nutzung durch Gewerbe, wie etwa ein Restaurant im Innenhof.

Eine Visualisierung zeigt den Innenhof eines Klosters, in dem Menschen herumlaufen.
Legende: zvg

Das Investitionsvolumen beläuft sich für die Stadt auf gut 23 Millionen Franken. Davon sind gut zwölf Millionen Franken gebundene Ausgaben für die dringend nötige Sanierung der Verwaltungsgebäude. Dank des Neubaus werden aber andernorts Flächen im Wert von dreizehn Millionen Franken frei, die neu genutzt werden können.

Der Stadtrat ist optimistisch, dass sich Investoren finden lassen für die Liegenschaften im nördlichen Teil des Stadthausgevierts. Die Stadt lockt zudem mit einer Anschubfinanzierung: «Wir geben die Restsubstanz der Häuser zum symbolischen Preis von einem Franken ab. Ausserdem verzichten wir zehn Jahre lang auf den Baurechtszins», sagt Finanzreferent Daniel Preisig (SVP).

Frühestens 2024 fertig

Als nächstes stimmt das Stadtparlament über die Pläne ab. Goutiert der Grosse Stadtrat die Pläne, kommt die Vorlage voraussichtlich Ende Jahr an die Urne. Gibt auch die Stimmbevölkerung ihren Segen, könnte die Erneuerung des Stadthausgevierts im Jahr 2024 abgeschlossen sein.

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