Schütze vom Niederdorf soll Kopf einer Neonazi-Zelle sein

Im Mai 2012 soll der Mann im Zürcher Niederdorf auf jemanden geschossen haben. Im Rahmen einer länderübergreifenden Razzia wurde die Gefängniszelle durchsucht. Dem Mann wird vorgeworfen, eine rechtsextreme Terrorzelle gegründet zu haben.

Der mutmassliche Schütze vom Niederdorf sitzt seit einem Jahr in einem Zürcher Gefängnis. Er soll eine Neonazi-Gruppierung aufgebaut haben, die zum Ziel hat, «das politische System der Bundesrepublik Deutschland zu beseitigen».

«Leitkanton» Zürich

Nebst seiner Gefängniszelle und der Zelle eines weiteren Verdächtigen wurden auch mehrere Zürcher Wohnungen durchsucht.

Der zuständige Zürcher Staatsanwalt Marcel Strassburger sagt im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen», es habe ein Rechtshilfegesuch aus Deutschland gegeben, der Kanton Zürich sei in der Schweiz als «Leitkanton» bestimmt worden.

Internationale Razzien

Gleichzeitig sind auch in Deutschland und den Niederlanden Häuser durchsucht worden. Festgenommen wurde jedoch niemand.

Der rechtsextremen Gruppierung wird vorgeworfen, sie hätte ein «Werwolf-Kommando» gegründet, welches nach den Ideen von SS-Reichsführer Heinrich Himmler mit Guerillamethoden dem deutschen Staat schaden wolle. Es bestehe der Verdacht auf «terroristische Gewalttaten».