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Zürich Schaffhausen Schwere Jugendstraftaten im Kanton Zürich rückläufig

Was vor kurzem bereits eine ETH-Studie aufgezeigt hat, bestätigt nun auch ein Bericht der Jugendanwaltschaft: Jugendliche verüben nicht mehr so viele schwere Delikte wie früher. Seit 2009 ist die Zahl der Gewaltstraftaten um über 50 Prozent zurückgegangen.

Gedenktafeln und Fotos mit einem Jugendlichen an einer Hauswand
Legende: Weniger schwere Jugendgewalt heisst auch weniger Trauer und Leid. Keystone

Die Gesamtzahl der Fälle, die 2014 bei der Zürcher Jugendanwaltschaft eingingen, hat sich zwar um fünf Prozent erhöht. Auch die Zahl der Verurteilungen hat im vergangenen Jahr zugenommen. Dennoch: Die Zahl der Jugendlichen, die wegen einer Gewaltstraftat verzeigt wurden, nahm 2014 um fast sieben Prozent ab. Zu den sogenannten Gewaltstraftaten gehören Delikte wie Tötung, Körperverletzung, Raub, Erpressung, Nötigung und Vergewaltigung.

Eine erst kürzlich veröffentlichte Studie der ETH Zürich hatte bereits aufgezeigt, dass die Jugendkriminalität im Kanton Zürich rückläufig ist. Die Studie hatte diese Entwicklung anhand einer Befragung von Jugendlichen über die letzten sieben Jahre festgestellt. Die Zahlen der Jugendanwaltschaft bestätigen den Trend. Die Zürcher Jugendanwaltschaft rechnet zudem vor, dass die Zahl der schweren Jugendverbrechen seit dem Höchststand von 2009 im Kanton um nahezu 51 Prozent zurückgegangen ist.

Höherer Anteil straffälliger Mädchen

Zugenommen hat laut Jugendanwaltschaft der Anteil wegen Straftaten verurteilter Mädchen. Er stieg von 20 Prozent 2013 auf fast 26 Prozent 2014. Diese Entwicklung geht Hand in Hand mit dem Rückgang schwerer Gewaltdelikte: Nehmen die mehrheitlich von jungen Männern verübten «harten» Delikte ab, steigt statistisch auch der Anteil der mehrheitlich von jungen Frauen verübten «weichen» Straftaten.

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